1000 Fragen an mich selbst | (Teil 1 – Fragen 1-20)

Eine Frage macht derzeit auf vielen (Mama-) Blogs die Runde:
Wer bin ich eigentlich wirklich?
Gestartet wurde die Aktion auf pink-e-pank.de und ich bin bei der lieben Finja über ihren ersten Beitrag dazu gestoßen.

Im Laufe meines Lebens habe ich mich immer wieder verändert, ich habe mich verloren, wieder zu mir selbst gefunden, meine Standpunkte abgeändert und immer neue Wege gefunden mich selbst zu erfinden.
Und ich bin der Meinung, es gibt nicht nur das eine „ich“, sondern mich gibt es ganz viel mal.

Es gibt mein „Ich“ als Elena – mein „Ich“ als Mama – mein „Ich“ als Partnerin – mein „Ich“ als Tochter und Schwester – mein „Ich“ als Freundin – mein „Ich“ als Angestellte – mein „Ich“ als Fremde aber auch als gute Bekannte.

Je nachdem mit wem ich mich umgebe, bin ich mal ein wenig mehr davon und ein bisschen weniger hiervon. Momentan bin ich vor allem eins: Mama.
Und das bin ich sehr sehr gerne.

Trotzdem möchte und muss ich auch auf mich als Elena, Partnerin, Tochter, Schwester, Freundin, … achten und deshalb schließe ich mich diesem Projekt zur Selbstfürsorge an und beantworte nach und nach die 1000 Fragen an mich selbst!

Die Fragen findet ihr übrigens hier – aber wenn ich das richtig überflogen habe, wurden die Fragen für diese Beitrags-Reihe leicht abgeändert.
Wenn ihr Lust habt mitzumachen  und die Fragen (auf welche Art auch immer) ebenfalls beantwortet, würde ich mich sehr darüber freuen, wenn ihr mich verlinkt oder euren Beitrag in meinen Kommentaren verlinkt – ich hab´ nicht nur Lust darauf die Fragen zu beantworten, sondern auch darauf eure Antworten zu lesen!


(1) Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?

… ich komme tatsächlich schon bei der ersten Frage ganz schön ins Grübeln. Mir fallen spontan ein paar eher unwichtige Sachen ein, aber das zählt (für mich) nicht – ich möchte schon eine etwas ausgefallenere Antwort geben.
Anfang Januar habe ich zum ersten Mal spontan einen Flug / Urlaub gebucht. Für manche mag das nichts Großes sein, für mich dafür umso mehr. Ich brauche eigentlich Vorlaufzeit, viele Möglichkeiten mich zu informieren und mindestens Plan a, b und c – wobei ich mich mit einem Plan d für den Notfall noch besser fühle. Dieses Mal war es anders – es war spontan und ohne viel Planung, sondern einfach aus dem Bauch heraus. Und das hat gut getan.
Zwar werden wir die Reise nicht ohne Planung antreten (das fände ich mit Baby auch sehr verantwortungslos), aber ganz spontan buchen fand ich dafür umso besser!


(2) Mit wem verstehst du dich am besten?

Über diese Antwort habe ich sogar noch länger nachgedacht und auch wenn die Antwort auf den ersten Blick merkwürdig erscheint: mit mir selbst.
Versteht mich nicht falsch – es gibt schon einige Menschen, mit denen ich mich sehr gut verstehe und die ich gerne um mich habe … meine Tochter, meinen Partner, meine Eltern, meine Freunde … – aber genau so wichtig (vielleicht sogar noch wichtiger) ist es doch, dass man auch mit sich für sich sein kann.
Lange Zeit konnte ich das nicht. Wollte immer unter Leuten sein, bloß nicht allein in meinen vier Wänden, immer auf Achse und sei es nur, damit ich nicht allein bin. Mittlerweile genieße ich es sogar ein bisschen Zeit nur für mich zu haben und finde es sehr schön, mal nur mit mir zu sein.


(3) Worauf verwendest du (viel zu) viel Zeit?

Situationen überanalysieren. Mit der „was wäre wenn“-Frage könnte ich mich stundenlang beschäftigen. Ich spiele unzählige Szenarien in meinem Kopf durch und dabei ist die Situation längst abgeschlossen und lässt sich damit sowieso nicht mehr ändern.
Außerdem interpretiere ich sehr viel in das Verhalten anderer hinein. Und auch dabei versuche ich möglichst alle Blickwinkel auszuleuchten.
Damit sollte ich wirklich aufhören, dieses sinnlose Nachdenken ist ein ganz schöner Zeitfresser.


(4) Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?

Tatsächlich bin ich gar nicht so der Fan von Witzen. Ich mag Situationskomik – wenn etwas ungezwungen ist und einfach passiert. Und ich lache sehr oft in Situationen, in denen es eigentlich unangebracht ist. Zum Beispiel, wenn sich jemand (aus eigener Dummheit) verletzt. Das klingt total gemein (und ist es vielleicht auch), aber ich kann trotzdem nicht anders.


(5) Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst?

JA. Und ich möchte dieses „Ja“ gerne mindestens drei Mal dick unterstreichen! Es gibt vielleicht eine Hand voll Menschen, denen ich so viel Vertrauen schenke, dass ich in ihrem Beisein weinen kann. Für gewöhnlich schlucke ich sowas lieber runter, bevor ich andere so nah an mich heran lasse.


(6) Woraus besteht dein Frühstück?

Aktuell genieße ich den Luxus, dass Chriz in Elternzeit ist und wir jeden Morgen gemeinsam frühstücken. Da gibt es dann Brötchen mit Aufstrich, einen heißen / kalten Kakao (je nachdem) und ein Schälchen Obstsalat.
Bin ich alleine, ist es ein Wunder, wenn ich daran denke zu frühstücken.


(7) Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?

Meine beiden Herzmenschen sind gerade zu einem Papa-Tochter-Spaziergang aufgebrochen und haben beide einen Abschiedskuss bekommen!


(8) In welchem Punkt gleichst du deiner Mutter?

In erstaunlich vielen, muss ich sagen! Wir teilen viele Leidenschaften. Wir lieben Flohmärkte und alten Schnickschnack, lesen beide unheimlich gerne (oft sogar die gleichen Bücher) und sind absoute Chaoten – Chaos in Kisten … unser Motto!
Meine Mama ist eine tolle Frau und ich kann nur hoffen, eine genau so gute Mama zu sein wie sie!


(9) Was machst du morgens als Erstes?

Ganz plump: die Augen auf.
Meistens werden Lou und ich ziemlich gleichzeitig wach, als erstes sehen wir uns also an und „begrüßen“ uns. Da wird dann ein bisschen (mehr) gekuschelt, eine frische Windel angezogen und gestillt!


(10) Kannst du gut vorlesen?

Ich behaupte ja. Bisher hat sich zumindest noch niemand beschwert!

(11) Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?

Den Weihnachtsmann gab es bei uns nicht, zu uns kam das Christkind. Daran geglaubt habe ich bis ich … lasst mich nicht lügen … sieben oder acht Jahre alt war. Ich bin kurz vor heilig Abend quasi in die Geschenke gefallen und damit hatte sich das Thema Christkind für mich erledigt. Wir hatten aber eine sehr schöne Tradition – unsere Lieblingskuscheltiere sind am ersten Dezember immer in Christkind-Urlaub gefahren. Mit ihren gepackten Koffern und unseren Wunschzetteln mussten wir uns dann für 24 Tage von unseren Michelhasen verabschieden, damit die dem Christkind helfen konnten und an heilig Abend saßen sie neu eingekleidet unterm Weihnachtsbaum!
Diese Tradition blieb bestehen bis ich … zwölf oder dreizehn war, glaube ich.


(12) Was möchtest du dir unbedingt einmal kaufen?

Ein vielleicht etwas unrealistischer Traum, aber ich möchte mir irgendwann (in hoffentlich naher Zukunft) einen amerikanischen Schulbus (oder doch einen roten Sightseeing-Bus aus London?) kaufen und ihn gemeinsam mit Chriz zu einem Wohnwagen umbauen.
Dann könnten wir als Familie richtig lange Roadtrips unternehmen – das wäre toll!


(13) Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?

Ich wäre sehr gerne diplomatischer. Meine Diplomatie besteht aktuell daraus, statt Themen vorsichtig und feinfühlig anzusprechen, den Situationen aus dem Weg zu gehen. Vielleicht nicht die beste Alternative, aber immerhin verletze ich damit niemanden.
Wenn ich so darüber nachdenke, wäre ich auch gerne geduldiger. Ungeduldig zu sein, ist manchmal echt ätzend!


(14) Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?

Ich sehe nicht viel fern, dafür um so mehr auf Netflix. Pretty Little Liars, Orphan Black, Vampire Diaries, The Originals, Breaking Bad, The Big Bang Theory … es gibt unheimlich viele tolle Serien! Die meisten davon sehe ich dann auch nicht nur einmal …


(15) Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?

Ich will nicht lügen, aber ich glaube 2015 im Heide Park Soltau. Wenn Lou ein klein wenig größer ist, möchte ich auf jeden Fall wieder hin – ich will Achterbahn fahren!


(16) Wie alt möchtest du gerne werden?

Diese Frage ist schwer zu beantworten. Vor zwei oder drei Jahren hätte ich noch „27“ geantwortet … das wäre in etwas mehr als zwei Jahren und dieser „Plan“ ist mehr als unrealistisch.
Ich sage es so: Ich muss auf jeden Fall meine Eltern überleben (das ist eine der wenigen Regeln, die es gibt!), möchte aber nicht so alt werden, als dass ich geistig klar, aber körperlich so eingeschränkt bin, dass ich nur noch vor mich hin vegetiere. Ich möchte es gerne schaffen meine Bucket List abzuarbeiten und alles erlebt zu haben, was ich gerne erleben wollte. Ich möchte nicht alle – meine Familie, Freunde,… – überleben und zum Schluss alleine zurück bleiben. Ein konkretes Alter habe ich aber nicht (mehr) im Kopf!


(17) An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?

Wehmut ist dafür (meiner Meinung nach) das falsche Wort – ich denke an viele Urlaube zurück … Amsterdam, Prag, London … und vermisse dieses Gefühl von Freiheit und Sorglosigkeit, dass man in anderen Städten irgendwie hat. Jeder dieser Urlaube war schön und etwas besonderes – etwas einzigartiges, aber ich denke nicht mit Wehmut daran zurück, sondern erinnere mich an all die schönen Dinge, die ich schon erleben durfte und blicke mit Vorfreude den nächsten Abenteuern entgegen!


(18) Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?

Liebeskummer beginnt mit Liedern wie „Nothing compares to you“ von Sinead O´Connor, geht über „Daffodil Lament“ von The Cranberries und „Time after Time“ von Cyndi Lauper bis es dann bei „Since you´ve been gone“ von Kelly Clarkson endet. Liebeskummer ist ein Prozess. Man fühlt sich am Anfang unglaublich schwach und hilflos, das Herz zerspringt und man glaubt, dass es nie wieder besser wird – aber schlussendlich geht man viel stärker als zuvor aus der Situation.


(19) Hättest du lieber einen anderen Namen?

Nein. Ich bin und war schon immer sehr glücklich mit meinem Namen! Ich finde, meine Eltern haben die absolut richtige Wahl getroffen und sie hätten keinen andern Namen aussuchen können, der besser zu mir gepasst hätte als Elena.


(20) Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?

Ich zweifle sogar sehr oft an mir selber – viel zu oft. Ein Gedanke, den ich nicht abschütteln kann, ist, ob ich wirklich „genug“ bin für meine Tochter. Ich gebe mein Bestes – jeden Tag – und auch wenn mir mein Partner, meine Eltern und alle Freunde, die mich mit Lou zusammen sehen, immer wieder sagen, dass ich das sehr gut mache und ich mit mir zufrieden sein kann, gibt es da doch diese böse Stimme im Kopf, die einem doofe Sachen zuflüstert.
Mir ist klar, dass es keine perfekte Mutter gibt – und auch gar nicht geben kann -, denn „perfekt“ ist zum einen Auslegungssache, zum anderen sind es unsere Fehler, die uns echt und authentisch machen, aber Lou ist so ein unheimlich tolles, liebes und wunderbares Kind, dass ich einfach keine Fehler ihr gegenüber machen möchte.
Aber ich glaube, dieses Gefühl kennt jedes Elternteil …


Das war´s – meine Antworten auf die ersten 20 Fragen! Ich versuche, die nächsten Fragen so schnell wie möglich zu beantworten, ich habe richtig Spaß daran gefunden! Also nochmal: verlinkt mich gerne, wenn ihr die Fragen auch beantwortet – ich bin auf eure Antworten gespannt! Wir lesen uns!

5 Comments

  1. Pingback: 1000 Fragen an mich selbst | (Teil 2 – Fragen 21 bis 40)

  2. Danke Danke Danke!! Diese Zeilen habe ich heute gebraucht. Vor allem die letzte Frage beruhigt mich sehr. Ich bin Mutter eines 10 Wochen alten Sohnes und zweifle Sache oft an mir. 😖🤯

    Dieses „Zerdenken“ irrelevanter Situation, die abgehakt sind, machen mich oft fertig.

    Michèle, 22 Jahre, Berlin Pankow

  3. Pingback: 1000 Fragen an mich selbst | (Teil 3 – Fragen 41 bis 60)

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