1000 Fragen an mich selbst | (Teil 7 – Fragen 121 bis 140)

„Je länger ich in meinem Beruf arbeite […], desto mehr habe ich das Gefühl, dass es uns an Spiegeln fehlt. Anderen fällt es schwer, uns zu zeigen, wie wir aussehen, und uns fällt es schwer, anderen zu zeigen, wie es uns geht.“

(Margos Spuren)

Dieses Zitat von Quentins Vater hat mich sehr beschäftigt, denn es steckt unglaublich viel Wahrheit in diesem Satz.
Ich denke allerdings nicht, dass es uns „nur“ schwer fällt anderen zu zeigen, wie es uns geht, sondern ich glaube, dass es uns oftmals auch sehr schwer fällt uns selbst einzugestehen wie es uns wirklich geht.

Wir haben ein Bild von uns selbst, definiert durch gesellschaftliche Normen und Zwänge, aber auch durch subjektive Wünsche und Vorstellungen und wir versuchen um jeden Preis diesem Bild von uns zu entsprechen ohne dabei auf den Menschen zu achten, der wir sind.

Bilder sind nicht mehr als Momentaufnahmen und nur bedingt real.

Heute widme ich mich wieder der Blogparade „1000 Fragen an mich selbst“ von Pink-e-Pank und beantworte die nächsten zwanzig Fragen über mich – für mich und auch für euch.

Ich möchte mehr als nur eine Momentaufnahme sein.
Also wer bin ich wirklich?

(Ich bin ja echt neugierig, wie gut ich mich nach den 1000 Fragen kennen werde!)


(121) Gibst du der Arbeit manchmal Vorrang vor der Liebe?

Meine Einstellung zu dieser Frage hat sich in den letzten Monaten – in den letzten 1,5 Jahren – sehr verändert. Ich habe meine Arbeit lange Zeit als wichtigen Teil von mir gesehen und habe nicht nur Familie, Freunde und Partner, sondern auch ganz oft mich selbst hinten angestellt.
Zwölf Tage am Stück arbeiten? Kein Ding für mich. Spätdienst, obwohl ich um neun Uhr morgens erst aus dem Nachtdienst gekommen bin? Ja, schaff´ ich ausnahmsweise mal. Urlaub verkürzen/verschieben – kann man schon mal machen.
Ich bin sehr oft über meine Grenzen gegangen und habe nicht nur viel mehr gegeben, als ich je zurück bekommen habe, sondern habe mich selbst auch aufgegeben.
Als ich dann schwanger wurde und meine Arbeitgeber diese Neuigkeit mit der Kündigung quittiert haben, habe ich für mich beschlossen, dass ich meine Prioritäten anders setzen muss.
Arbeit ist wichtig, ja – wir verbringen sehr viel Zeit in unserem Job und da ist es nur richtig, dass man diesem Bereich seines Lebens auch einen hohen Stellenwert beimisst, aber Familie, Freunde und Partner sind definitiv wichtiger als der Job.

Deshalb: Ja, ich habe der Arbeit bisher oftmals Vorrang gegeben, aber meine Prioritäten sind jetzt anders gesetzt und für mich ist Liebe deutlich wichtiger als der Job.


(122) Wofür bist du deinen Eltern dankbar?

Auf diese Frage könnte ich nicht nur mit einem Roman, sondern mit mindestens einer Trilogie antworten, aber ich versuche mich kurz zu halten:

Dank meinen Eltern bin ich heute ein Mensch, auf den ich (meiner Meinung nach) sehr stolz sein kann. Die beiden haben Geld, Nerven und vor allem unglaublich viel Zeit, Energie und Liebe investiert, um mich wachsen zu sehen und mir die Möglichkeit zu geben, mich frei zu entfalten. Zu wissen, dass man jeden erdenklichen Weg einschlagen, sich in jedes Abenteuer stürzen, auf jeden Zug springen und jedes Boot besteigen kann, aber immer ein Zuhause hat, zu dem man zurück kehren kann, ist die größte Sicherheit, die man einem Menschen bieten kann.
Ich bin meinen Eltern dafür dankbar, dass ich sehr viel Rückhalt von ihnen erfahre, weiß, dass ich ihnen immer blind vertrauen kann und dafür, dass sie mich als den Menschen lieben, der ich gestern war, der ich heute bin und der ich morgen sein werde.
Danke, dass ihr mir immer den Rücken stärkt und so gut ihr könnt, frei haltet! Ich liebe euch!


(123) Sagst du immer, was du denkst?

Nicht mehr.

Seine Meinung zu äußern, zu erklären und ggf. auch noch zu verteidigen kostet Zeit und Nerven – von beidem habe ich nicht genug, um sie an x-beliebige Menschen zu verschwenden. Abgesehen davon ist es auch nicht unbedingt diplomatisch jedem an den Kopf zu knallen, was man gerade denkt.
Bei Menschen, die mir den Aufwand wert sind bzw. auch dann, wenn ich nach meiner Meinung gefragt werde, bin ich immer ehrlich und sage direkt was ich denke. Ob die Leute das dann hören wollen oder nicht.


(124) Läuft dein Fernsehgerät häufig, obwohl du gar nicht schaust?

TV – nein, der ist im Wohnzimmer und wird eigentlich nur von Chriz´ genutzt. Ich bin eher der „ich mach´ mal nebenbei eine Sendung auf Netflix an“-Laptop nutzer.
Ich versuche allerdings, das einzugrenzen, da ich viel darüber gelesen habe, dass es für Kinder nicht gut sein soll, wenn das Fernsehgerät überhaupt läuft – da sollte es dann nicht zur Dauerbeschallung dienen.
Bei mir allein darf gerne den ganzen Tag irgendwas nebenbei dudeln…


(125) Welchen Schmerz hast du nicht überwunden?

Ehrlich gesagt gibt es da nur einen, aber den werde ich nicht öffentlich breit treten.


(126) Was kaufst du für deine letzten 10 €?

Abhängig davon, in welcher Situation ich mich befinde und was ich gerade am dringendsten brauche. Von einer Flasche Wasser, über eine Packung Windeln bis hin zu Klebeband kann das also eigentlich alles sein.


(127) Verliebst du dich schnell?

Ja. In Momente, Bilder, Erinnerungen, Tiere … in Menschen eher weniger. Aber das kann man vorkommen!


(128) Woran denkst du bevor du einschläfst?

An die Menschen, die ich von ganzem Herzen liebe.


(129) Welcher Tag der Woche ist dein Lieblingstag?

Das kann ich nur im Nachhinein beantworten. Einen festen Lieblingstag habe ich genau so wenig, wie es einen Tag gibt, den ich aus Prinzip nicht mag.


(130) Was würdest du als deinen größten Erfolg bezeichnen?

Puh. Diese Frage ist tatsächlich gar nicht einfach zu beantworten. Ich denke, dass mein größter Erfolg ist, dass ich dauerhaft an meinen Aufgaben wachse und mich nicht auf dem ausruhe, was ich habe / wo ich im Leben stehe.


(131) Mit welcher berühmten Person würdest du gerne mal einen Tag verbringen?

Von Brian Hugh Warner über Cyndi Lauper bishin zu Cat Stevens und Bob Geldof – da gibt es tatsächlich eine ganze Menge (berühmter) Menschen, mit denen es sich lohnen würde einen Tag zu verbringen.


(132) Warst du schon mal in eine (unerreichbare) berühmte Person verliebt?

Jetzt wird es peinlich. Ich habe eine ganze Reihe unglaublich peinlicher Star-Schwärmereien, aber die beiden schlimmsten waren Paddy Kelly und Bill Kaulitz…


(133) Was ist dein Traumberuf?

Ich würde gerne mein Hobby zum Beruf machen und schreiben – mal sehen, ob das irgendwann möglich sein wird.


(134) Fällt es dir leicht um Hilfe zu bitten?

Im Gegenteil. Ich frage eigentlich nie um Hilfe und wenn doch, dann nur sehr widerwillig.


(135) Was kannst du nicht wegwerfen?

In meiner Kommode befindet sich eine XS Newborn Windel (ungetragen versteht sich), damit ich mich immer daran erinnern kann, wie unglaublich winzig Lou mal war.
Außerdem bin ich ein unglaublicher Foto-Messi – Fotos kann und will ich einfach nicht wegwerfen / löschen.


(136) Welche Seiten im Internet besuchst du täglich?

Neben Social Networks (instagram, Facebook, YouTube) und meinem Blog, gibt es gar nicht viele Seiten, die ich täglich aufrufe. Google und ebay Kleinanzeigen, relativ häufig noch amazon, aber das war es auch schon!


(137) Sind die besten Dinge im Leben gratis?

Nein. Wenn ich eine Sache gelernt habe, dann, dass alles einen Preis hat.


(138) Hast du schon mal etwas gestohlen?

Speisekarten zum Beispiel…oder ein Cider Glas – hups.


(139) Was kochst du, wenn du Gäste hast?

Pizza ist immer gut! Zum einen kenne ich tatsächlich niemanden, der Pizza nicht mag, zum anderen kann man sie den Gästen entsprechend anpassen. Der eine mag keine Pilze, der andere keine Kidneybohnen – Pizza geht vegan und auch mit Käse UND Kinder lieben Pizza, weil´s die zuhause nicht oft gibt! Pizza ist also P E R F E K T für Besuch!


(140) In welchem Laden möchtest du gerne mal eine Minute lang gratis einkaufen?

Gilt amazon? Nein? Dann wären Ikea, H&M oder DM meine erste Wahl.

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