Elena Travels : London 2017 | Teil 1

London 17

17274523_1393456980713020_981533186_n. . . wie ihr vielleicht auf instagram oder in meinem letzten Monatsrückblick gelesen habt, hat mein Freund mir zu meinem vierundzwanzigsten Geburtstag ein einfach unglaubliches Geschenk gemacht – nämlich einen Kurztrip nach London mit Tickets für die Warner Bros. Studio Tour!
Mit sowas hätte ich beim besten Willen niemals gerechnet – er hat mir mehrere Wünsche auf einmal erfüllt und das nur, weil er mich glücklich machen möchte und mir noch einmal ermöglichen wollte ein bisschen Abwechslung vom Alltag zu haben bevor unsere kleine Rebella das Licht der Welt erblickt!

Schon im März – also knapp drei Wochen nach meinem Geburtstag – war es also soweit und wir waren mit gepackten Rucksäcken auf dem Weg zum Flughafen Schönefeld.
Ich muss hier einmal anmerken: von unserer Seite aus war alles geplant – alle Tickets ausgedruckt, Online Check-In für die Flüge erledigt, ein Attest besorgt und unserer Rucksäcke gepackt -, doch natürlich gibt es immer einen Grund zur Sorge und wenige Tage vor unserem Abflug gab Verdi bekannt, dass das Flughafen-Bodenpersonal zum Streik aufruft. Bis Dienstag Abend war also unklar, ob unser Flugzeug am Mittwoch überhaupt abfliegen würde – doch Glück im Unglück, Mittwoch sollten die Flughäfen noch regulär betrieben werden! Unser Hinflug stand also fest!

Für mich war das der erste Flug – ich war nicht wirklich ängstlich oder besorgt, aber sehr aufgeregt, weil ich so gar nicht wusste worauf ich mich einlasse und was da jetzt auf mich zukommt. Das Gefühl bei Abflug und Landung kann man – meiner Meinung nach – mit dem Gefühl vergleichen, das man bei Achterbahnfahrten spürt – der restliche Flug war sehr ruhig. Also nichts, wovor man Angst haben müsste.
Beim Hinflug hatten wir leider etwas Pech mit den Plätzen – wir haben uns zwar Plätze reserviert, allerdings saßen wir ganz hinten im Flugzeug und das Fenster, mit dem wir ganz fest gerechnet hatten, war dummerweise noch halb auf Höhe der Sitzreihe vor uns und so war der Ausblick nicht unbedingt optimal. Und dennoch: es ist schon ein wahnsinnig schönes Gefühl Wolken von oben zu sehen!

Mit knapp einer halben Stunde Verspätung kamen wir am Flughafen Luton an und hatten da gerade noch genug Zeit um uns pro Person eine  OysterCard zu besorgen, bevor unser Bus vom Flughafen direkt nach London abfahren sollte. Unser Plan hat überraschend gut funktioniert und knapp zwei Stunden später waren wir endlich wirklich in London! Von Victoria Coach Station (da halten die Shuttlebusse) ging es dann zu Fuß und mit der Underground-Bahn zur Tubestation Earl´s Court – dort konnten wir nach knapp fünf bis zehn Minuten Fußweg im Hotel einchecken und endlich unser Gepäck abladen!
Nach einem kurzen Einkaufsbummel, bei dem wir uns das Nötigste besorgt haben (das Nötigste ist eigentlich eine Lüge – denn Cupcakes und Nüsse sind jetzt nicht unbedingt überlebensnotwendig), stand die erste Erkundungstour auf dem Plan!

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DSC02725blogDen ersten Nachmittag / Abend verbrachten wir damit im Hyde Park Grauhörnchen zu füttern! Diese kleinen Tierchen sind so unglaublich niedlich und vor allem extrem menschenbezogen und zutraulich, das kann man sich gar nicht vorstellen.
Als mein Freund mir davon erzählt hat und mir auch Bilder gezeigt hat, konnte ich mir das so gar nicht vorstellen, weil die Tierchen eigentlich ja doch eher scheu sind.
Dort ist es für die Kleinen aber ganz normal, dass überall Menschen sind und man braucht nicht mal Nüsse, um sie anzulocken – sie kommen auch ganz von allein, finden es aber nicht nett, wenn man sie anlockt und ihnen dann doch keine Nuss gibt (das ist aber auch gemein!!!)
Für mich war es ein unglaublich schönes Erlebnis die Grauhörnchen zu füttern und am liebsten hätte ich sie alle eingepackt und mit genommen – Knopf und Findus hätten sich sicher über neue Freunde gefreut!

Ich hätte wirklich Stunden damit verbringen können die Tierchen zu füttern, aber wir wollten auch den restlichen Park sehen – also Rucksäcke geschultert und weiter gelaufen. Für jemanden, der für gewöhnlich durch Berliner Parks läuft, sind die Parks in London etwas ganz anderes – die Londoner geben sich unglaublich Mühe bei der Gestaltung, der Rasen ist richtig grün und die Blumenbeete schön bepflanzt, außerdem findet man eigentlich nirgendwo Müll. Da sollten sich die Berliner eine Scheibe abschneiden!!! London hat knapp 2,5 mal so viele Einwohner wie Berlin und wenn es ganz hoch kommt ein Viertel der Mülleimer und trotzdem bekommen die Leute es gebacken ihren Müll wieder mitzunehmen und bei Gelegenheit in einen Mülleimer zu werfen! Wieso ist das in Berlin nicht möglich?

17270215_1393456830713035_1991986739_nWir sind an diesem Tag ein großes Stück gelaufen – einmal durch den Hyde Park bis zur Tube Station Lancaster Gate.
Hätten wir vorher mal einen Blick auf die Tubemap geworfen, hätten wir gesehen, dass diese Station aktuell nicht angefahren wird (auch hier der Vermerk an Berlin – schneidet euch mal eine Scheibe ab! Bei längeren Bauarbeiten, gibt es in London aktuelle Karten, in denen ersichtlich ist, welcher Bahnhof angefahren wird und welcher nicht. In Berlin wird man vor vollendete Tatsachen gesetzt) – aber das war nicht weiter schlimm, wir konnten problemlos in einen Bus einsteigen und ein Stück fahren.

Also haben wir noch einen kurzen Abstecher zum Bahnhof King´s Cross unternommen und den Harry Potter Shop am Gleis 9 3/4 besucht.
Mein armer Herr Freund musste jeden Tag mit mir dort hin, weil mir immer wieder etwas eingefallen ist, das ich vergessen habe und U N B E D I N G T (ja, da kommen wir dann zu Sachen, die wirklich überlebensnotwendig sind – Drama Queen) noch besorgen musste. Er hat sich auf jeden Fall sehr tapfer geschlagen und das alles über sich ergehen lassen! Was krass war, war die Schlange am Gepäckwagen – also dem Gepäckwagen, der schon zur Hälfte in der Wand versenkt ist, und an dem man nerdige Harry Potter Fotos machen kann -, die Leute haben teilweise wirklich eine Stunde und länger gewartet um ein Foto mit diesem Gepäckwagen zu machen. (Wir nicht, aber wir hatten ja das Glück die Warner Bros. Tour zu besuchen)

Die Taschen voll mit Hogwarts-Express Fahrkarten ging es dann an die Essens-Beschaffung – ein geeignetes Restaurant zu finden, hat sich tatsächlich schwieriger dargestellt, als erwartet, denn irgendwie hatten wir beide auf ganz unterschiedliche Sachen Lust. Während ich gerne indisch oder chinesisch gegessen hätte, hatte Herr Freund so gar keine Idee, was er zum Abendessen verspeisen wollte und weil wir beide zu faul waren noch ewig durch die Gegend zu laufen (irgendwie haben wir da erst festgestellt, dass wir schon ziemlich müde sind), haben wir uns auf einen kleinen rustikalen Italiener geeinigt.
Beim Bestellen habe ich mich noch unglaublich schwer getan, denn irgendwie hatte ich nicht wirklich hunger, aber dass ich deses Gefühl absolut übergangen habe, musste ich feststellen, als mein Essen vor mir stand und so heiß war, dass ich trotz grummelndem Bauch warten musste.
Satt und zufrieden ging es dann ins Hotel! Wir sind auch mega schnell eingeschlafen und hatten eine wirklich angenehme und ruhige erste Nacht in London! Das war aber auch echt notwendig, denn der darauf folgende Tag sollte sehr lang werden und versprach eine Portion Abenteuer – denn für diesen Tag hatten wir unsere Tickets für die Warner Bros. Studio Tour.

Als ich geplant habe über unseren Kurztrip nach London zu bloggen, hatte ich eigentlich vor alles in einen Beitrag zu packen – zurück in Berlin und mit ausreichend Zeit um die Tage Revue passieren zu lassen, musste ich dann allerdings feststellen, dass wir einfach viel zu viel erlebt haben, um alle dem in einem Beitrag gerecht zu werden, deshalb ende ich heute an dieser Stelle und wünsche euch noch einen schönen Nachmittag / Abend! Ich hoffe sehr, dass euch dieser Beitrag gefallen hat – der nächste Beitrag dreht sich dann rund um die Harry Potter Studio Tour und was wir dort erlebt haben!

elenamonvoisin

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