Happy Birthday to me. | Ein Brief an mich selbst.

Happy Birthday to me!

Liebe Elena,

zu deinem fünfundzwanzigsten Geburtstag schreibst du einen besonderen Beitrag – einen kleinen Brief an dich selbst, den dein späteres „Ich“ in fünf, zehn, oder fünfzig Jahren noch einmal lesen kann (und hoffentlich wird), denn heute nimmst du dir Zeit diesen ersten großen Abschnitt deines Lebens Revue passieren zu lassen.

Du bist jetzt genau ein Viertel Jahrhundert alt. In diesen Jahren hast du viel erlebt, Hürden genommen, dich in Abenteuer gestürzt, neu angefangen, dich neu erfunden, Kapitel geschlossen und neue aufgeschlagen. Du hast Erinnerungen gesammelt – gute und schlechte Zeiten überstanden, Menschen gefunden, die mit dir durch dick und dünn gehen, du hast falsche Freunde aussortiert, angefangen Prioritäten zu setzen und dein Leben neu geordnet (mehrfach). Du gehst deinen Weg – nicht immer geradlinig und auch das Ziel verändert sich manchmal, aber du stellst dich neuen Herausforderungen und wächst an deinen Aufgaben.

In den letzten fünfundzwanzig Jahren durftest du viele schöne Momente mit tollen Menschen verbringen. Du hast eine wunderbare Familie, die hinter dir steht, dich unterstützt und zu dir hält.
Du bist Mama einer wunderbaren kleinen Tochter, die jeden Tag einzigartig und besonders macht. Du hast einen Mann an deiner Seite, mit dem du dir eine gemeinsame Zukunft aufbauen möchtest – der deinen Weg mit dir gehen möchte und ihn zu eurem Weg macht.

Und heute, heute ist dein Tag. Heute stehst du im Mittelpunkt und das genießt du! Du verbringst diesen Tag im Kreise deiner Familie – mit deinem Papa, der dich immer verteidigt, immer hinter dir steht und dich zu seiner obersten Priorität macht. Mit deiner Mama, die auch deine Fehler sieht (die dein Papa unheimlich gut ausblenden kann) und die dich trotzdem liebt. Mit deinem Mann, der dich – genau dich, dich chaotische, verrückte und tollpatschige Nuss, liebt. Mit deiner Tochter, die sich an dich klammert und keinen Millimeter zwischen euch duldet. Und im Herzen verbringst du diesen Tag auch mit all den Menschen, denen du wichtig bist und die an dich denken.

Liebe Elena,

wenn du dich an die letzten fünfundzwanzig Jahre erinnerst, dann erinnere dich an die Nächte, in denen dein Papa mit dir auf einer Bank vor eurem Haus saß und mit dir die Sterne beobachtet hat (der hellste Stern da oben heißt „Elena“). Erinnere dich daran, wie ihr nach dem Einzug zu R.E.M. auf dem Balkon getanzt habt. Erinnere dich an all die Referate und Hausaufgaben, die du lachend mit deiner Mama erledigt hast – an all die Diskussionen, das Lachen und den guten Musikgeschmack, den du definitiv von ihr hast (denn Papa, mal ehrlich . . . du hast zwar ein paar Glückstreffer – Aerosmith, Guns´n´Roses, Cat Stevens . . . – aber alles in allem ist dein Musikgeschmack echt mies!) . . . und ein bisschen auch an all die Bücher, die sie dir eingesaut hat – sonst kommst du auf die dumme Idee und leihst ihr doch noch mal eins aus. Erinnere dich an die Baumhäuser, die du mit deinem Bruder gebaut hast – die Abenteuer, die ihr gemeinsam erlebt habt und auch an die zwei Jahre, die ihr zusammen gewohnt habt und die euch zusammen geschweißt haben.
Erinnere dich an jeden besonderen Augenblick, den du und Chriz miteinander teilst – an eure Reisen, jede Entscheidung, die ihr für eure gemeinsame Zukunft getroffen habt und vor allem an die Geburt eurer Tochter, die euch zu einer kleinen Familie gemacht hat. Erinnere dich an jede Nacht, die du mit Lou auf dem Bauch verbracht hast – an alles, was sie lernt, wie sie ist und wie sie euer Leben auf den Kopf stellt. Erinnere dich daran, wie sie strahlend auf dich zukrabbelt, sich an dir hochzieht und ihren Kopf an deine Schulter legt, weil du ihr Anker bist – ihr Heimathafen, ihr zuhause.

Erinnere dich an all die schönen Momente, die du mit deinen Freunden teilen durftest. An all die schönen Erinnerungen, die euch verbinden und auch an die schlechten Zeiten, die ihr gemeinsam durchlebt und überstanden habt – die Zeiten, aus denen ihr als „Familie“ hervorgegangen seid. Erinnere dich an die Menschen, die dich auf deinem Weg begleiten und auch an die, die zumindest zeitweise deine Weggefährten waren – aber behalte auch im Kopf, wieso ihr euch an einer Weggabelung für unterschiedliche Richtungen entschieden habt.

Dein Leben war nicht immer einfach, aber sei ehrlich: es kann nicht nur gute Zeiten geben – nein, du musst auch schlechte Tage erleben, damit du die guten um so mehr zu schätzen weißt.

Und heute, heute denkst du nicht an gestern und auch nicht an morgen. Nein, heute lebst du im „hier und jetzt“ – du isst Kuchen, du lachst und du freust dich über all die Menschen, denen du so wichtig bist, dass sie heute an dich denken!

Und morgen, morgen ist der erste Tag vom Rest deines Lebens – und du wirst dein Leben nutzen und dich jeden Tag darum bemühen, dass du mit dir selbst zufrieden sein kannst!

Wir lesen uns an deinem dreißigsten Geburtstag – bis dahin, gehab dich wohl!

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