My Weight Loss Journey I : „Body Positivity“ – Ziele – Herausforderungen – Start der Reise.

. . . in Zeiten der „Body Positivity“-Bewegungen Kritik und Änderungswünsche am eigenen Körper anzusprechen scheint mir mehr ein rebellischer Akt als eine neutrale „Bestandsaufnahme“ inklusive konkreter Zielformulierung.

Aber von vorne:
Im Verlauf einer Schwangerschaft verändert sich der Körper – …damit erzähle ich euch sicherlich nichts Neues – und es mag die ein oder andere Frau geben, die sich in ihrer neuen Rolle als Mama mit Dehnstreifen und einigen Kilos mehr auf den Rippen durchaus wohl und glücklich fühlt, die vielleicht sogar sagt „ja, man soll mir ansehen, dass ich Mama bin“ – aber ich gehöre nicht dazu.

Eigentlich gehöre ich genau zu der anderen Sorte: Ich gehöre zu den Frauen, denen es am liebsten wäre, die gesamte Schwangerschaft wäre spurlos an meinem Körper vorbei gegangen und ich hätte „mich“ nach der Geburt wieder genau so wie vorher auch. Aber das ist natürlich Wunschdenken.

Die ideale Gewichtszunahme während der Schwangerschaft liegt aufgrund meines Ausgangsgewichts bei 11,4 bis 15,9 Kilo – aktuell habe ich knapp 12 Kilo zugenommen und mal ehrlich: für den Körper ist das alles andere als gut innerhalb kürzester Zeit so viel mehr Gewicht mit sich herum zu schleppen. Dass der Großteil der Kilos mit Geburt wieder verschwinden wird, ist das eine – aber was zurück bleibt, das andere: es ist ein deprimierendes Überbleibsel dessen, was ich vorher als schön empfunden habe. Schlaffes Gewebe, Dehnungsstreifen – quasi eine Baustelle.
Nein, ich dramatisiere die Situation nicht, sondern ich stelle klar und ehrlich fest, was andere gerne schön reden und romantisieren. Dass es eine unglaubliche Leistung des Körpers ist ein Kind zu produzieren steht außer Frage, das ist aber kein Grund, dass ich mit der Ruine (gut, jetzt wird es eventuell doch ein bisschen dramatisch), die danach von mir über bleibt, glücklich sein muss. Body Positivity schön und gut, aber wenn diese neue Bewegung im Grunde genommen nur dafür genutzt wird sich selbst die Situation schöner zu reden, als sie ist, dann verzichte ich gerne darauf.

Versteht mich nicht falsch – ich habe weder Hass auf mich oder meinen Körper noch ekel ich mich vor den Veränderungen, die mein Körper während der Schwangerschaft durchlaufen habe, aber ich möchte die „Body-Positivity“-Bewegung nicht nutzen um mich hin zu setzen und mir einzureden „du warst schwanger, es ist schön, dass dein Bauch bis zu den Knien hängt und die Haut gerissen ist. Du bist ein Tiger, der in den letzten Wochen seine Streifen bekommen hat und darauf kannst du stolz sein“ – positiv zu sich und zu seinem Körper zu stehen, bedeutet nämlich in erster Linie ehrlich zu sich selbst zu sein! Und wenn ich ehrlich zu mir sein möchte, muss ich mir auch eingestehen können, dass ich mit mir, meinem Körper und meinem Aussehen nicht (mehr) zufrieden bin.

Sich einzugestehen, dass man unzufrieden ist, ist der erste Schritt auf dem Weg zu sich selbst zu finden und sich selbst in eine Richtung zu verändern, mit der man glücklich leben kann – und dann kann man auch von „Body-Positivity“ sprechen.

Wenn ich darüber nachdenke wann ich mich wirklich wohl in meinem Körper gefühlt habe, glaube ich, dass das in der Zeit zwischen 2012 und 2014 war – zumindest finde ich mich auf Fotos aus der Zeit wirklich attraktiv (einige der Bilder in diesem Beitrag sind weit älter.) und würde mir wünschen meine alte Figur wieder zu haben.

Mein Körper hat sich allerdings verändert – während ich damals in mich rein stopfen konnte, was ich wollte und einfach nicht zugenommen habe, hat sich die Situation doch gravierend verändert und – neben dem Aspekt, dass es für meine Gesundheit ohnehin eher fragwürdig ist, ob Süßkram und Fast Food wirklich eine ausgewogene Ernährung ersetzen können – ich muss mittlerweile doch etwas mehr auf gesunde und ausgewogene Ernährung achten als noch vor einigen Jahren.
Außerdem möchte ich nicht einfach abmagern, sondern Gewicht durch Ernährungsumstellung und ausreichend Bewegung / Sport verlieren.
Es geht mir weniger darum in kürzester Zeit möglichst viele Kilos zu verlieren, als darum durch Training einen definierten Körper zu schaffen. Aber das macht die Zielsetzung etwas schwerer.

Mein Ziel:
Ein konkretes Gewichtsziel habe ich ehrlich gesagt nicht. Laut BMI liegt das ideale Gewicht für meine Körpergröße bei 51 bis 66 Kilo (also hatte ich auch vor der Schwangerschaft schon ein bisschen mehr auf den Rippen, als mir lieb wäre – ja, auch das sollte man sich ehrlich eingestehen!), aber nachdem Muskeln schwerer sind als Fett / Gewebe, bin ich mir nicht sicher, welches Gewicht ich tatsächlich anstreben möchte.
Um überhaupt ein konkretes Ziel vor Augen zu haben und eine Zahl zu haben, auf die ich hin arbeiten kann, lege ich also einfach 57 Kilo fest – ob es dann tatsächlich 57 Kilo werden oder ich vorher sage, ich bin zufrieden mit mir, wird sich zeigen!
Nachdem ich noch nicht sagen kann, wie sich Abnehmprogramm – Mama-Alltag – Rebella stillen und gesunde Ernährung unter einen Hut bringen lassen, werde ich erst einmal kein zusätzliches Zeitziel festlegen, sondern mir die ersten drei Monate ansehen und das große Ziel anschließend in viele kleine Abschnitte unterteilen.

Herausforderungen:
Den inneren Schweinehund zu überwinden, wird anfangs die größte Herausforderung darstellen. Das bedeutet nämlich, dass ich mich tatsächlich hin setze und Ernährungspläne schreibe, an die ich mich dann auch zu halten haben – egal, worauf ich gerade Lust habe oder was mir so an Leckerei unterläuft.
Um sein Ziel zu erreichen, muss man wohl zwangsläufig einige Abstriche machen!
Außerdem werde ich sicherlich das ein oder andere Problem dabei haben mich in meine neue Rolle zu finden und in dieser Rolle so zu funktionieren, dass ich für meine Tochter die optimale Versorgung gewährleisten kann und gleichzeitig aber die Möglichkeit habe mich auch zeitweise auf mich und mein Ziel zu konzentrieren. Natürlich habe ich mir auch schon einige Übungen gesucht, die ich gemeinsam mit Baby machen kann, aber um wirklich effektiv abzunehmen und zu trainieren, wird der ein oder andere Besuch im Fitness-Studio nicht ausbleiben dürfen und da ist es dann natürlich wichtig, dass ich Rebella entweder mitnehmen kann oder die Betreuung geregelt ist.
Hab ich hier Mamas, die mit Baby ins Fitness-Studio gegangen sind? Wie hat das so funktioniert? Ich würde mich über Erfahrungen freuen!
Die letzte – und wohl größte – Herausforderung ist: DURCHHALTEN. Ich bin ein absolut ungeduldiger Mensch und wenn es nicht so schnell geht, wie ich mir das vorstelle, dann werde ich richtig ekelig und anstrengend – alleine die Vorstellung nach der Entbindung im Wochenbett liegen zu müssen und die erste Zeit nichts machen zu dürfen, ärgert mich schon unglaublich. Aber da muss ich den Hebammen leider zustimmen – es wäre deutlich schlimmer sich nicht daran zu halten und die Konsequenzen zu tragen. Trotzdem verschiebt das natürlich das Abnehmprogramm nach hinten UND ich hab innerhalb der Schwangerschaft ohnehin schon an Muskelmasse abgenommen -.- Das wird vom Liegen ja nicht besser.
Aber egal – ich schaff das! Motivierende Ansagen machen – das kann ich!

Für mich startet das Projekt „Weight Loss Journey“ also theoretisch mit der Geburt der kleinen Rebella (mal sehen, wie viele Kilos ich dann tatsächlich direkt nach der Geburt leichter bin xD), praktisch mit Ende des Wochenbettes und ich bin guter Dinge, dass das alles irgendwie klappen wird!
Ich werde versuchen ein monatliches Update zu geben (wöchentlich finde ich übertrieben – ich will richtige Ergebnisse sehen, keine 100 Gramm Beträge) und so ein bisschen festzuhalten was ich esse, wie viel ich mich bewege und welche körperlichen Veränderungen sich dadurch einstellen!
Über leckere Rezepte, Tipps und Tricks, hilfreiche Sportübungen und Feedback freue ich mich natürlich sehr – ab damit in die Kommentare : )

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