Schwangerschaftsupdate II : 13te bis 18te SSW

. . . ultraschall-18te-wochedas neue Jahr ist schon über eine Woche alt und obwohl Jahresrückblick und Vorsätze / Ziele 2017 fehlen, beginne ich 2017 mit dem zweiten Schwangerschaftsupdate und dem Rückblick auf die Schwangerschaftswochen 13 bis 18 !

Bevor es allerdings um die Erbse persönlich geht, erzähle ich euch noch ein bisschen etwas über die letzten Wochen – also Heilig Abend, Weihnachten, Silvester, Neujahr . . . die Feier- und Familientage !

Ich bin ja eigentlich mehr der Grinch-Typ – ich drücke mich vor der Advents- und Weihnachtszeit so gut es irgendwie geht und bin froh, wenn ich irgend eine Ausrede habe mich davor zu drücken. Die letzten Jahre hat das auch perfekt funktioniert (ich habe mir einfach immer die Schichten eintragen lassen und die Tage dann mit arbeiten zugebracht), allerdings bin ich ja aktuell im Beschäftigungsverbot und da dann eine Ausrede zu finden ist gar nicht mal so einfach!
Außerdem sollte ich mich auch daran gewöhnen, dass Weihnachten jetzt tatsächlich Fest der Familie ist – schließlich und endlich sind wir nächstes Jahr schon eine eigene kleine Familie : D

Den heiligen Abend selbst haben wir dann bei der Familie meines Freundes verbracht – gemeinsames Essen, Kaffee-trinken und Kekse essen und abends selbst dann die Bescherung. Es war wirklich ein sehr schöner Tag / Abend und ich bin froh, dass ich meine Weihnachts-Ängste überwunden habe (wenn nicht, hätte mir das sicher leid getan!). Am 25ten haben wir uns dann in den Zug gesetzt und kamen – MITTEN IN DER NACHT – bei meinen Eltern in Bayern an!
Vom 25ten Dezember bis zum 3ten Januar sind wir bei meinen Eltern geblieben und haben dort eine tolle Zeit verbracht. Viele Gespräche, sehr sehr leckeres Essen, den ein oder anderen schönen Ausflug und überhaupt – meine Eltern endlich mal wieder längere Zeit zu sehen, hat mir unglaublich gut getan!

Ich liebe mein Leben in Berlin, mein eigenes kleines Chaos, das ich mit einem wundervollen Mann, sehr sehr tollen Freunden und unserem kleinen Zoo teilen darf – aber dass meine Familie über 600 Kilometer von mir entfernt wohnt (oder ich entfernt von ihr, schließlich bin ja ich weg gezogen :´D), ist ein kleiner Wermutstropfen, der mir vor allem jetzt in der Schwangerschaft sehr deutlich wird.
Es wäre um einiges schöner, wenn auch meine Familie mehr von der kleinen Erbse mitbekommen würde, als die kleinen Ausschnitte, die sich während Besuchen oder über Fotos ansammeln. Auch wenn es ein schönes Gefühl ist zu wissen, dass man heutzutage wesentlich mehr festhalten kann, als noch vor einigen Jahren, aber Fotos und Videos sind einfach nicht das selbe, als das ganze im echten Leben zu erfahren.

daten-und-fakten

Aktuelle Schwangerschwaftswoche: 18 (17+3)
Errechneter Geburtstermin: 15. Juni 2017
Junge oder Mädchen: Seit Freitag wissen wir, dass wir ein kleines Mädchen bekommen werden!
So groß ist die Erbse jetzt: knapp 15 cm – ungefähr so lang wie eine Ingwerwurzel!
So viel wiegt die Erbse jetzt: ca. 180 Gramm – schon fast zwei Tafeln Schokolade!!!
Gewichtszu-/abnahme: seit dem letzten FA-Termin ganze 400 Gramm zugenommen, ich bin stolz auf mich :´D
Hat die Erbse schon einen Namen? : Ja, aber den behalten wir erst einmal für uns : D

gluecksmomente

Ein absoluter Glücksmoment war das erste Kennenlernen meiner Hebamme. Während der Schwangerschaft begleiten mich zwei Hebammen – eine kenne ich schon, die zweite lerne ich noch kennen – und ich habe mich im Geburtshaus angemeldet. Das heißt, ich kann das Krankenhaus umgehen und stattdessen in einer schönen und heimeligen Umgebung den – vermutlich – schlimmsten Schmerz der Welt ertragen :´D ! Nachdem mir meine Frauenärztin aber ins Gewissen geredet hat, werden mein Freund und ich uns zudem noch eine Klinik ansehen, sollte es irgendwelche Komplikationen bei der Geburt geben, ist es nämlich sehr gut einen Plan B zu haben und notfalls in ein Krankenhaus zu kommen, in dem ich wenigstens einigermaßen klar komme (panische Angst vor Spritzen – ja ja, sieht man mir nicht an, ich weiß – und zudem vor Krankenhäusern!)

Zu sehen, wie stolz mein Papa ist, dass er jetzt Opa wird! Auch wenn der gute seine 100%-Quote verspielt hat – er war sich absolut sicher, dass ich einen kleinen Jungen bekomme!

Der Moment, in dem uns die Frauenärztin gesagt hat, dass wir ein kleines Mädchen bekommen! Der Papa und ich tippen, seit wir wissen, dass wir Eltern werden, darauf, dass wir ein kleines Mädchen bekommen und zu erfahren, dass wir Recht haben, ist ein schönes Gefühl!
Wir hätten uns – natürlich – auch über einen Jungen gefreut, am wichtigsten ist ja, dass die kleine Erbse gesund ist, aber das eigene Gefühl bestätigt zu bekommen, ist natürlich trotzdem richtig toll!

Als der Papa sein Kind zum zweiten Mal „live“ gesehen hat. Er hat leicht gezittert und nochmal so richtig realisiert, dass wir da tatsächlich ein kleines Kind bekommen. Er war ja beim ersten Ultraschall dabei und zwischen dem Gummibärchen der 9ten Woche und dem Kind der 18ten Woche ist so einiges passiert : D

schockmomente

Schockmomente wären vermutlich übertrieben, aber was mich tatsächlich sehr schockiert ist die Tatsache, dass ich während der gesamten Elternzeit gerade mal 65% meines Gehalts bekomme. Schließlich und endlich habe ich mit Kind einen Mehrbedarf und statt mir dann zumindest mein volles Gehalt zu lassen, werde ich dafür „bestraft“ einen neuen Steuerzahler groß zu ziehen und muss mit einer nicht geringen Kürzung meiner finanziellen Mittel leben. Ich will nicht darüber jammern, aber ehrlich gesagt finde ich das nicht unbedingt fair, vor allem wenn ich bedenke wie viel Geld sich die netten Herrn und Frau Politiker jeden Monat in die Taschen stopfen während sie darüber entscheiden, dass während der Elternzeit ein Bruchteil des Gehalts ausreichend ist. Aber das hier ist kein politischer Beitrag, sondern ein Schwangerschaftsupdate – also gut für jetzt :´D

Wenn ich meine „Schockmomente“ damit vergleiche, was ich so auf anderen Blogs lese, muss ich wieder feststellen: meine Schwangerschaft verläuft bisher wirklich sehr entspannt! Es wäre unglaublich schön, wenn das so bleibt!

koerperliche-veraenderungen

Die Murmel wächst und wächst – mittlerweile sieht es auch schon richtig nach Babybauch aus, nicht mehr nach „ich hab beim All-You-Can-Eat-Buffet zu gut gegessen“ !
Ansonsten fällt körperlich gar nicht so viel auf, während der Bauch immer mehr zur Kugel wird, bleibt der Rest wie bisher und an Armen, Beinen, Po, . . . , nehme ich (noch) nicht zu! Ich hoffe, das bleibt auch so, ich würde meine Figur nämlich ganz gerne behalten.
Da bleibt allerdings nichts als abwarten, beeinflussen kann ich das ja nicht wirklich : D

wehwehchen

Ich muss sagen, dass die Schwangerschaft bisher eigentlich ganz angenehm verläuft. Die üblichen Schwangerschaftssymptome bleiben (noch) aus und im Großen und Ganzen merke ich nicht viel davon, dass da ein kleines Kind in mir wächst.
Mein einziges körperliches Problem ist, dass ich häufiger Rückenschmerzen habe. Ich werde also mit Schwangerschafts-Yoga anfangen und schwimmen gehen, dann sollte das besser werden.

Viel schlimmer finde ich zum Beispiel Migräne. Vor allem beim Wetterumschwung kommt es bei mir häufiger zu einem Migräneanfall, der je nachdem leicht oder eben doch stärker sein kann. Vor der Schwangerschaft habe ich einfach Kopfschmerztabletten genommen sobald ich es bemerkt habe, mit Baby im Bauch überlegt man sich aber jede Tablette mindestens zwei mal. Dann mit Kopfschmerzen und Übelkeit im Bett zu liegen und irgendwie drauf klar zu kommen, erfordert schon so einiges an Selbstbeherrschung.

Allgemein sind es mehr die Kopfsachen, die mir zu schaffen machen. Zum Beispiel, dass ich selbst sehr viel Rücksicht nehmen muss und Dinge nicht mehr so machen kann, wie ich das möchte. Dabei geht es um den Konsum bestimmter Lebensmittel – und seien es nur Energy Drinks, die ich nicht oft, aber manchmal doch ganz gerne, trinke – aber auch darum, dass ich nicht mehr so viel heben darf und demnach bestimmte Sachen, die für mich absolut normal waren, nicht mehr machen soll.
Außerdem vergessen manche Menschen, dass ich – trotz Schwangerschaft – immer noch ein eigenständiger Mensch bin und für mich bestimmte Grenzen nach wie vor sehr wichtig sind. Zum Beispiel, dass mein Bauch trotz Murmel immer noch mein Bauch ist und man mich nicht einfach streicheln und anfassen sollte.
Dieses Problem haben glaube ich nicht nur ich, sondern alle Schwangeren – ich muss nur einfach sagen, für mich ist es ein absolutes No Go ungefragt angefasst zu werden, das aber zu kommunizieren ohne mein Gegenüber zu verletzten, ist immer schwierig.

gelueste-und-abneigungen

Vegetarischer Hack und Tomatensoße sind immer noch absolute No Go´s und beim Geruch danach wird mir binnen kürzester Zeit schlecht! Ansonsten ist die Essens-Situation eher kompliziert. Wenn mein Freund und ich einkaufen gehen muss er mich durchgehend davon abhalten den Laden leer zu kaufen, denn sobald ich was sehe will ich es UNBEDINGT haben – von Chips über Schokolade bis hin zu Pudding und Eis – und kann mir ein Leben ohne MilkyWay Rolls beim besten Willen nicht mehr vorstellen.
Zuhause sieht die Situation dann allerdings ganz anders aus und alles, was gerade gekauft wurde, weil ich es UNBEDINGT gebraucht habe und wollte, will ich dann nicht mehr, dafür will ich dann was, was nicht zuhause ist.
Ganz schlimm ist beim Lieferservice bestellen – noch während dem Abschicken der Bestellung fällt mir ein, dass ich das, was ich gerade bestellt habe, eigentlich gar nicht haben will, sondern auf was ganz anderes Lust habe.
All time favourite bleibt dafür Tomatensuppe! : D

anschaffungen

Der Wickeltisch ist besorgt u15943200_1322673321124720_1798072923_ond sobald die Wohnung fertig umgestellt und die Frettchen ins andere Zimmer umgezogen sind, können wir unser Reich so umstellen, dass Babybett und Wickeltisch aufgebaut werden können! Fräulein Erbse hat außerdem den mit Abstand besten Opa, den man sich wünschen kann!
Zum einen bekommt die Kleine als erstes Kuscheltier einen knautsch-kuschel-lieb-hab-Elefanten und zum anderen rede ich, seit ich von meiner Schwangerschaft weiß, davon, dass ich unbedingt einen Michlhasen für die Erbse möchte!
Zur Erklärung: Eine sehr gute Freundin von meiner Mama hat mir zu meinem ersten Weihnachten einen Käthe Kruse Hasen geschenkt (der weiße mit roten Ohren) und auch mein Bruder hat später einen von meiner Mama bekommen. Diese Hasen waren unsere Weihnachtstradition – unsere liebsten Kuscheltiere, besten Freunde und Wegbegleiter sind jedes Jahr am ersten Advent zum Christkindl-Urlaub aufgebrochen. Vier Wochen, die wir ohne sie verbringen mussten, damit sie am heiligen Abend neu eingekleidet unterm Christbaum saßen.
Diese Tradition wünsche ich mir auch für mein Kind und deshalb habe ich das Netz danach durchsucht, bin allerdings leider nicht fündig geworden (diese Hasen werden seit Jahren nicht mehr produziert). Ich habe keine Ahnung wie mein Papa das angestellt hat, aber er hat die Hasen gefunden und für sein Enkelchen bestellt. Die zweite Generation Michlhasen ist zwar braun, aber mindestens genau so toll wie die Vorgänger und die Tradition bleibt bestehen!
Ich hatte Tränen in den Augen als meine Mama mir am Telefon erzählt hat, dass mein Papa die Hasen gefunden und für mich bestellt hat!!!

Ansonsten befinden sich mittlerweile auch eine Manduca Tragetasche und Star wars Söckchen in unserem Besitz! Von Frau Lari haben wir eine mega niedliche Mütze und das passende Tüchlein dazu bekommen (da sind Füchse drauf!!!) und Frau Inka hat unglaublich tolle Sachen für die Erbse genäht! Einige davon hat sie mir schon gezeigt und ich schmelze dahin, wenn ich mir unsere kleine Tochter darin vorstelle – andere sind noch eine Überraschung und ich bin so unglaublich neugierig…kaum auszuhalten!

Der Januar wird noch etwas stressiger, aber im Februar können wir dann anfangen und Baby-Shopping auf höchstem Niveau betreiben…sofern es da dann schon Sommersachen gibt. Momentan sind es ja eher Winter / Frühlings-Sachen, aber unsere kleine Rebellin wird ein Sommerkind! : D

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