Schwangerschaftsupdate VI : 27ste bis 30ste Woche

17274202_1394892470569471_221317247_n. . . was? Die dreißigste Schwangerschaftswoche hat angefangen und das bedeutet, dass ich mich tatsächlich auf der Zielgeraden befinde.
Schon beim letzten Besuch hat mich meine Frauenärztin mit den Worten „so, das letzte Mal, dass wir uns so lange nicht sehen – danach werden die Abstände kleiner“ verabschiedet und mit einem Lächeln und dem Gedanken „Na wunderbar, da freu ich mich ja schon“ habe ich die Praxis verlassen.
Kleine Anmerkung nebenbei: Ich glaube, ich war mein gesamtes Leben lang nicht so oft beim Frauenarzt wie die letzte 30 Wochen . . . ob das nun gut ist oder nicht, darüber lässt sich streiten, aber hey, wir sind ja ehrlich – oder nicht?

Seit meinem letzten Schwangerschaftsupdate ist so einiges passiert – und zwar nicht nur, dass ich mittlerweile tatsächlich einen Kürbis mit mir herum trage . . . mein Bauch ist die letzten Wochen wirklich explodiert und ich habe die Befürchtung, dass Madam sich da drin noch ordentlich ausbreiten möchte.
Ich hoffe nur, sie richtet sich nicht gar zu häuslich ein, denn wenn möglich würde ich wirklich gerne vermeiden Rebella auch noch über den Entbindungstermin hinaus in mir herum zu tragen (das klingt irgendwie echt ekelig).

daten-und-fakten

Aktuelle Schwangerschaftswoche : 30 (29+4)
Errechneter Geburtstermin : 15. Juni 2017
Junge oder Mädchen : Mädchen
So groß ist die Erbse jetzt : 37 cm
So viel wiegt die Erbse jetzt : etwa 1200 Gramm
Gewichtszu-/abnahme : dödöööm…nochmal 2,5 kg – bei dem Kugelwachstum aber kein Wunder, hoffe, die wächst nicht in diesem Tempo weiter!!!
Hat die Erbse schon einen Namen : ja : )

gluecksmomente

. . . die letzten Wochen gab es einige wirklich schöne Momente und auch wenn es vielleicht egoistisch klingt: Unsere letzte Reise ohne Kind war ein sehr langgezogener Glücks“moment“.
Mittlerweile freuen wir uns ja beide sehr darauf unsere kleine Rebella bald in den Armen halten zu dürfen (schwanger sein ist trotzdem doof!), aber noch ein Mal nur zu zweit aus Berlin raus zu kommen und dem Alltag zu entfliehen, hat mir – hat uns – unglaublich gut getan.
Ich denke auch, dass uns diese Auszeit die Möglichkeit gegeben hat nochmal ganz viel Kraft für die kommenden Wochen tanken zu können!

Natürlich gehören aber auch die Minuten und Stunden abends im Bett zu den Glücksmomenten – die Minuten, in denen Madam ihre Yoga-Stunde in meinem Bauch abhält und dabei die Bauchdecke in alle Richtungen schiebt und biegt! Mittlerweile sieht man ja nicht nur einzelne Tritte, sondern ganze Bewegungsabläufe. Wenn ich ihr dabei so zusehe, schwanken meine Gefühle irgendwo zwischen „das ist ja schon interessant“, „wie viel Kraft sie schon hat“ und „iiiiiih, das erinnert mich an Szenen aus Alien-Filmen“ – aber im Grunde genommen ist es weniger Ekel als Interesse :´D

schockmomente

17671164_1411876275537757_973297699_nWirklich schockiert hat mich auch dieses Mal ehrlich gesagt nichts. Allerdings muss ich sagen, es ist doch immer ein kleiner Schock, wenn ich meinen Bauch im Spiegel sehe und feststellen muss, dass meine Schwangerschaft definitiv nicht mehr zu leugnen ist.
Ich wollte nie verstecken schwanger zu sein (wäre dann auch irgendwie kontra-produktiv hier darüber zu schreiben), aber irgendwie fand ich es doch angenehmer, als man noch denken konnte, mir würde mein Essen einfach zu gut schmecken.
Je größer der Bauch wird, desto mehr reduzieren einen nämlich auch fremde Menschen darauf und der Stempel „schwanger“ steht mir nicht. Zumal sich immer mehr Menschen deshalb dazu berufen fühlen sich in meine Schwangerschaft einzumischen.

Wenn man dann morgens in der Bahn sitzt und ein fremder Opa der Meinung ist einem inklusive Mundgeruch-Wolke mitteilen zu müssen, dass „solche Menschen“ keine Kinder bekommen sollten, dann fragt man sich schon, was zur Hölle in den Köpfen solcher seniler *böses Wort eurer Wahl* vorgeht und wieso genau sie denken sich da einmischen zu müssen / dürfen.

Einen anderern – doch etwas schockierender – Termin hatte ich bei einem Beratungsgespräch, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich tatsächlich überhaupt keine staatliche Unterstützung bekommen werde, weil ich schlicht und ergreifend zu viel verdient habe und dem entsprechend mit meinem Elterngeld auskommen muss. Dass ich nun einen Mehrbedarf habe, mir allerdings zwischen 600 und 800 Euro netto im Monat weniger bleiben als vorher, ist dabei irrelevant.
Ich will mich nicht beschweren – verglichen mit anderen habe ich das Privileg aufgrund meines aktuellen Verdienstes auch relativ hohes Elterngeld zu erhalten, auf der anderen Seite finde ich es eine absolute Sauerei, dass mir nicht einmal Hilfen wie beispielsweise der Berlin-Pass zustehen. Zumindest im Bezug auf Fahrkarten und Eintrittsgelder könnte der Staat auch Eltern ohne weitere Sozialleistungen entgegen kommen und ihnen diese Vergünstigungen zugestehen.
Wenn ich sehe welche Differenz monatlich zwischen meinem Brutto- und meinem Nettolohn liegt und in welcher Höhe Steuergelder und Krankenkassenbeiträge erhoben werden, finde ich es schon unglaublich dreist, dass ich in der Schwangerschaft sehr viele Zusatzleistungen selbst bezahlen muss und anschließend nicht einmal ein Mindestmaß an staatlichen Zuschüssen beanspruchen darf. . . . aber hey, Hauptsache es wird eine Stange (Steuer-)Geld nach der anderen in diesen schei* Flughafen gesteckt…
(und an diejenigen, die jetzt argumentieren, dass man selbst für seine Kinder aufkommen können muss: MEIN Kind zahlt irgendwann das Personal, dass dir deinen dreckigen Hintern abputzt, also Klappe halten!)

Nach meinen Arzt-Termin am Donnerstag, muss ich auch sagen – ich habe die falsche Frauenärztin. Und das ist – vor allem so kurz vor der Entbindung – ein ziemlicher Schock. Ich hatte bei dem Termin das Gefühl, dass diese Frau meine Ängste und Fragen nicht ernst nimmt und jede gestellte Frage zwangsläufig darauf hinaus läuft, dass ich in ein Krankenhaus verfrachtet werden soll und eine Geburt im Geburtshaus absolut unverantwortlich ist.
Ich muss sagen, es gibt glaube ich aktuell nichts, was mich mehr nervt, als Menschen, die mir diesbezüglich und zu ihrem eigenen Vorteil in diese Entscheidung hinein reden wollen. Die Frauenärztin selbst musste mir ja eingestehen, dass es keine medizinische Notwendigkeit gibt, die eine Einweisung ins Krankenhaus erforderlich macht – also warum kann sie mich nicht einfach unabhängig von der Entbindungs-Frage beraten statt mir durchgehend Angst machen zu wollen?
So kurz vor der Geburt will ich mich nicht auch noch auf eine andere Frauenärztin einlassen müssen – aber danach sieht mich diese Person sicherlich nicht mehr!

koerperliche-veraenderungen

Tja, wie oben bereits erwähnt, mein Bauch explodiert!!! Und je größer die Murmel wird, desto schwieriger wird es einfachste Alltags-Situationen zu meistern und ich frage mich jedes mal nachdem ich draußen war, wie ich auf die dumme Idee kommen konnte in den dritten Stock zu ziehen.
SO VIELE STUFEN ! Was habe ich mir dabei nur gedacht? Der Vorteil: Treppen steigen soll ja Wehen-fördernd sein – zum Entbindungstermin gehe ich dann ein Eis essen und auf der Zielgeraden zurück in die Wohnung muss ich so viele Stufen steigen, dass die Geburt von ganz alleine los geht – W U N S C H D E N K E N !

wehwehchen

SODBRENNEN! Als würde die Schwangerschaft noch nicht genug sein, wird man auch noch mit diesem Mist gequält!!! Ich rette mir die Abende mit dem Gedanken, dass Sodbrennen in der Schwangerschaft heißt, dass das Baby von Anfang an viele Haare hat!
Ja ja, an diesen Bauernregeln ist nicht unbedingt etwas wahres dran, ABER man muss ja irgendwas positives finden woran man sich festhalten kann!

Alltags-Situationen (und wenn es nur einkaufen gehen oder den Müll runter tragen ist) werden zunehmend anstrengender und ich ärgere mich zunehmend darüber, dass unsere Spüle so niedrig ist, denn gebeugt Abwaschen und das Gewicht des Bauches absolut falsch trägt, kann man sich auf einen verrenkten Rücken einstellen.
Ach man, bin ich froh, wenn die Kleine draußen ist! :´D

gelueste-und-abneigungen

Süßkram ist mein bester Freund! Lustigerweise mag ich es nicht unterschiedliche Sachen gleichzeitig zu essen, sondern die Wahl meines Zuckerlieferanten variiert von Woche zu Woche.
Aktuell stehen Milky Way Rolls ganz hoch im Kurs!

Kartoffeln mit Hollondaise und Spinat könnte ich momentan auch jeden Tag essen, aber neeeeeeein – auf die letzten paar Wochen werde ich mir hier nicht noch (gefühlt) 9873450298467 Kilo anfressen.
It´s the final countdown – nicht der Final Fressflash!

anschaffungen

17498702_1406162749442443_2184736198133857022_nBei dem letzten Termin mit meiner Hebamme habe ich Listen bekommen was ich so alles besorgen soll.
Also habe ich mir eine eigene Liste aus diversen „Was ich für die Geburt brauche“, „Erstlingsausstattung“ und verschiedene „Ausnahmesituations-Ausstattung“ zusammen gestellt.
Einen Großteil der Liste habe ich mittlerweile abgearbeitet – YIPPIE – aber ein Teil ist immer noch offen! Mein Ziel ist es, Ende April die gesamte Erstausstattung vollständig zuhause zu haben – dann kann an sich schon nichts mehr schief gehen (denke ich) !
Worauf ich besonders stolz bin, ist unser Kinderwagen. Dieser Kinderwagen ist einfach absolut perfekt und ich bin so unglaublich glücklich, dass ich meinen Freund von diesem Pünktchen-Teil überzeugen konnte.
Wo sind denn die (frischgebackenen) Mamas unter meinen Lesern? Worauf hättet ihr in der ersten Zeit so überhaupt gar nicht verzichten wollen? Was ist eurer Meinung nach überlebensnotwendig und was wird total überbewertet?
Ich bin mir so ein bisschen unsicher, ob wir dann wirklich alles haben – andererseits denke ich, haben wir die notwendigen Sachen und alles, was wir zusätzlich brauchen, kann man, dank diversen Läden und dem Internet ja auch noch spontan dazu kaufen!
Was sagt ihr? 😀

elenamonvoisin

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