Schwangerschaftsupdate VIII : Frauenarztwechsel – geteilte Vorsorge – neue Wohnung

18191224_1442349382490446_117955931_n. . . die letzten Wochen waren etwas anstrengend, aber dafür unglaublich ereignisreich und es wurde wirklich mal wieder Zeit für ein neues Update zu meiner Schwangerschaft:

Vorab: Die letzten Updates bis zum Stichtag werden komplett anders aufgebaut sein als die eigentliche Idee und ich werde nicht mehr viel über Rebellas Größe / Gewicht sagen können.
Der Titel verrät es ja schon – ich habe mich kurz vor Entbindungstermin dazu entschieden meiner Frauenärztin endgültig den Rücken zu kehren und die letzten Vorsorgeuntersuchungen von meinen Hebammen durchführen zu lassen.

Am 30. März hatte ich meinen letzten Frauenarzt-Termin und nachdem ich der Ärztin eine Frage gestellt habe (ich wollte lediglich wissen, ob man es theoretisch auf dem Ultraschall erkennen könnte, wenn sich das Kind die Nabelschnur um den Hals wickelt), hat sie mir an den Kopf geworfen, dass ich das Leben meines Kindes mutwillig und aus egoistischen Gründen aufs Spiel setze, weil ich ins Geburtshaus gehen möchte und nicht im Krankenhaus entbinden werde, sofern es nicht medizinisch notwendig ist.
Wieso ich im Geburtshaus entbinden möchte, habe ich H I E R erklärt – und ich schreibe es auch gerne nochmal: Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht, aber nachdem keine medizinische Notwendigkeit vorliegt und ich den Entbindungsort frei wählen kann, steht meine Entscheidung fest (ohne schlechtes Gewissen!)

Die Situation bei der Ärztin ging mir allerdings mehr als zu weit! Meiner Meinung nach sind Ärzte und Hebammen dafür gedacht, eine Frau in der Schwangerschaft zu begleiten, zu unterstützen UND ihr die Ängste zu nehmen. Meine Ärztin hat auf voller Linie versagt und nach einem Gespräch mit meinen Hebammen, habe ich mich dazu entschieden die Ärztin nicht mehr aufzusuchen – glücklicherweise traf sich dieser Entschluss mit dem Quartalswechsel – und die Vorsorge von den Hebammen durchführen zu lassen.
Ich habe noch einen Frauenarzt-Termin bei einem Arzt, der dem Geburtshaus gegenüber sehr aufgeschlossen ist und den mir meine Hebammen empfehlen konnten, allerdings wird da wirklich nur noch ein letzter Check vor der Geburt durchgeführt (vielleicht bekomme ich aber noch ein letztes Ultraschallbild – schön wäre es, wenn man bedenkt, dass ich die Extra-Bilder bezahlt habe und die jetzt nicht mehr erhalte…)

18136312_1442349599157091_555280759_nMit dieser Entscheidung fühle ich mich unglaublich gut und die Belastung, die von meiner Ärztin ausging, ist seither wie weggeblasen. Ich bin entspannt und – so dumm sich das vielleicht liest – ich freue mich unglaublich auf die Entbindung. Je größer meine Murmel wird, desto anstrengender wird auch der Alltag und ich bin wirklich froh, wenn ich mich wieder einigermaßen frei bewegen kann und nicht bei jeder Bewegung auf die Spannung im Bauch achten muss.

Außerdem freue ich mich auch darauf meinen Körper endlich wieder für mich zu haben – sich selbst zu teilen ist nämlich alles andere als ein schönes Gefühl…zumindest für mich.

Rebella macht ordentlich Party in meinem Bauch und pogt schon wie die ganz ganz Großen! Aber ihr Papa freut sich – so hat er jetzt schon was von seiner Tochter und Madam hinterlässt einen bleibenden Eindruck!
Anstrengend ist allerdings, dass die Kleine es sich relativ gemütlich gemacht hat und mit ihrem Po / ihren Beinchen bis etwa 2cm unterm Rippenbogen liegt – ich habe seit geraumer Zeit mit Sodbrennen zu kämpfen! Vor der Schwangerschaft kannte ich dieses Gefühl nicht mal, jetzt muss ich mich jeden Tag damit herum ärgern…angeblich hört das nach der Entbindung auf, ich will es jedenfalls hoffen!

Was kann ich zu den körperlichen Veränderungen erzählen? Mittlerweile habe ich einen Babybauch, der sich nicht mehr in Jacken zwängen lässt. Hoffentlich wächst der nicht mehr so viel, die Größe reicht doch vollkommen. Schwangerschaftsstreifen halten sich in Grenzen – meine Piercingnarben (Surface / Dermal Anchor) sind wie befürchet gerissen, aber weit weniger schlimm als ich befürchtet habe und an den Seiten / am Rücken (wieso bitte am Rücken? Was soll das?) habe ich leichte rote Streifen entdecken können. Aber alles übertätowierbar, also mach ich mir darüber gerade mal keine Gedanken sondern akzeptiere meinen Körper wie er nun mal ist.
Nein, ich werde diese Streifen nicht mit stolz tragen und ich werde auch nicht so tun, als würden sie mich nicht stören, weil ich ja ein Kind im Bauch getragen habe – ich finde die Dinger hässlich und werde sie auch nicht akzeptieren. Ehrlich gesagt bin ich auch unglaublich genervt von Frauen, die dann immer und immer wieder betonen, dass Schwangerschaftsstreifen eine Art Pokal darstellen – tun sie nicht! Wäre der weibliche Körper nämlich dafür gedacht ein Kind nach dem anderen auszutragen, gäbe es keine lästigen Begleiterscheinungen! Weder Sodbrennen, noch Schwangerschaftsübelkeit, noch Schwangerschaftsstreifen!!!

Die Realität sieht aber nun mal so aus und deshalb verbringe ich schon mal etwas Zeit damit meine Tattoo-Projekte so zu sortieren, dass alle Stellen, die mich stören, anschließend einfach bunt werden – was sie nicht weiß, macht sie nicht heiß oder: was ich nicht sehe, stört mich auch nicht mehr!

18155271_1442349435823774_1555589696_nUnd der letzte Punkt, über den ich heute noch schreiben werde, ist : UNSERE NEUE WOHNUNG!

Instagram-Follower wissen es ja längst, wir ziehen noch einmal um!
Zu Beginn meiner Schwangerschaft haben wir aktiv nach Wohnungen gesucht und sogar eine, die uns wirklich zugesagt hätte, besichtigt – aber das sollte offensichtlich nicht sein.
Man muss dazu sagen: Der Wohnungsmarkt in Berlin ist (entschuldigt das Wort) ein Arschloch und bezahlbare Wohnungen sind winzig, ranzig oder in einem Bezirk, in dem ich nicht wohnen möchte und erst recht kein Kind groß ziehen würde.
Passende Wohnungen (Größe / Lage) sind hingegen in einer Preisspanne angesiedelt, die sich ein normal-sterblicher gar nicht mehr leisten kann.
Die perfekte Wohnung zu finden ist also ungefähr so wahrscheinlich wie im Lotto zu gewinnen!

Und während die Schwangerschaftswochen nach und nach abgelaufen sind, haben wir die Wohnungssuche erst einmal auf Eis gelegt und gesagt, wir gestalten meine Zwei-Zimmer-Wohnung so, dass es die erste Zeit auch mit Kind auszuhalten wäre. Aber eine optimale Lösung wäre das nicht gewesen!

Manchmal hat man aber eben Glück im Leben und durch einen Zufall haben wir jetzt doch noch eine neue Wohnung gefunden, die unsere Kriterien im Großen und Ganzen erfüllt! Die Wohnung ist perfekt geschnitten, Rebella hat ihr eigenes Zimmer, wir haben eine wunderschöne große Küche und bis auf die Tatsache, dass wieder ein drastischer Balkon-Mangel herrscht, ist unser neues Nest absolut perfekt für uns!
So habe ich bis zur Geburt auch noch „ein bisschen“ was zu tun und kann mir die Wartezeit vertreiben! Ich bin so unglaublich erleichtert, dass das alles doch so gut geklappt hat und wir von Anfang an in geregelten Verhältnissen leben können. Vor allem, dass Rebella ihr eigenes Zimmer hat und wir somit einen Platz haben, an dem sie dann auch einfach wirklich zur Ruhe kommen kann, tut unglaublich gut! Sobald die Kleine da ist, können auch die Wände gestaltet werden (das tu´ ich mir / uns in der Schwangerschaft definitiv nicht mehr an) und dann ist ihr kleines Reich absolut perfekt!
Die Erstausstattungsliste ist bis auf wenige Kleinigkeiten komplett und nächste Woche werde ich sicherheitshalber die Geburtshaustasche packen – dann bin ich für jede Situation gerüstet und wenn es dann los geht, habe ich keinen Grund den Kopf zu verlieren!

50 Tage bis zum errechneten Entbindungstermin – der Countdown läuft und auch wenn ich keine Angst habe, bin ich doch von Tag zu Tag aufgeregter. Je näher der Stichtag rückt, desto realer wird die Situation und jetzt wird es wirklich ernst…in „wenigen“ Tagen bin ich Mama…absolut merkwürdige Vorstellung ! elenamonvoisin

p.s.: Wenn jemand aktuell innerhalb Berlins eine Wohnung sucht – ich suche einen Nachmieter für meine Zwei-Zimmer-Wohnung! Die Wohnung hat knapp 43 Quadratmeter und kostet aktuell etwa 460,- € warm.
Mehr Details könnt ihr gerne haben, schreibt mir dafür einfach eine Mail: elena.monvoisin@gmail.com

One comment on “Schwangerschaftsupdate VIII : Frauenarztwechsel – geteilte Vorsorge – neue Wohnung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.