Schwangerschaftsupdate X – Rückblick.

. . . nachdem mich die unerträglich hohen Temperaturen die letzten Nächte nicht zur Ruhe kommen lassen, sondern ich quasi durchgehend in einem Zombie-Zustand vor mich hin wanke, dachte ich, gut – dann kann ich auch das letzte Schwangerschaftsupdate verfassen und die letzten Wochen Revue passieren lassen (hab´ ich wenigstens etwas zu tun!).

Mittlerweile bin ich in der 38ten Schwangerschaftswoche, seit vier Tagen dürfte ich im Geburtshaus entbinden und im Großen und Ganzen ist alles soweit, dass Rebella uns die Ehre geben darf. Ich hoffe trotzdem, dass sie uns zumindest noch die Wohnungsübergabe meiner ehemaligen Wohnung hinter uns bringen lässt und uns vielleicht noch ein Wochenende als Paar gönnt, bevor der Familienalltag anfängt. Wir werden sehen wofür sich Madam entscheidet, beeinflussen kann ich das sowieso nicht, also sind wir auf ihr Wohlwollen angewiesen!

Mir wird oftmals unterstellt, dass ich die Schwangerschaft selbst nur negativ sehe und statt auch die schönen Aspekte zu sehen, nur auf den schlechten Seiten herum hacke – und tatsächlich schreibe ich auch viel über die unschönen Seiten, allerdings nicht, weil ich nichts Schönes an der Situation sehen würde, sondern weil ich ein großes Problem mit der Schwangerschafts-Romantik habe. Es stört mich, dass man Frau in eine Rolle drängt, in die sie sich fügen soll, denn Kritik und Beschwerden sind gesellschaftlich nicht angebracht und sollen unkommentiert runter geschluckt werden. Die negativen Punkte zu benennen und zu erklären ist – aus meiner Sicht – also ein feministischer Akt, der dringend nötig ist!

Und ganz davon abgesehen: eine Schwangerschaft ist nun mal wirklich nicht für jeden das Richtige / das Schönste / die Erfüllung aller Träume. Ganz im Gegenteil – wenn ich die letzten Wochen im Rückblick betrachte, hatte ich in der Schwangerschaft mehr Stress als mir gut getan hätte und ich kann froh sein, dass Rebella gut entwickelt und gesund ist. Das hätte auch anders ausgehen können.

Rebella ist ein kleiner Unfall – und ja, das darf man genau so sagen! – und trotzdem herzlich Willkommen und jetzt schon von ganzem Herzen geliebt! Meine Mama hat immer gesagt „Ein Kind ist niemals ein Unglück – ganz egal, ob es in dem Moment geplant war oder nicht. Und bis jetzt hat unsere Familie noch jedes Kind groß bekommen“ (ich liebe meine Mama für diese Weisheiten!) – und sie hat Recht. Auch bei einem absoluten Wunschkind kann einen die Nachricht „Sie sind schwanger“ absolut verunsichern und Gespräche mit meiner Hebamme haben mich darin bestärkt, dass jede Frau Momente innerhalb der Schwangerschaft durchlebt, in der sie sich überfordert fühlt und mit der Situation nicht umgehen kann. Die wenigsten Frauen kommunizieren das aber, weil sie Angst haben, dass man ihnen genau diese Aussage negativ auslegt – und das ist der große Fehler unserer Gesellschaft gegenüber werdenden Müttern.
Dass man mit der Situation überfordert ist – dass einen bestimmte Dinge einfach unglaublich Nerven – dass man mal mit den Nerven am Ende ist und glaubt, all das nicht schaffen zu können – all das ist ganz normal und bedeutet nicht, dass mein eine schlechte Mutter ist, sondern einfach nur, dass man sich in einer neuen Situation nicht von vorne herein wohl fühlen und absolut sicher sein kann.

Mir wurde es allerdings gleich nochmal eine Nummer schwerer gemacht mich mit der Situation anzufreunden und die Gründe dafür sind (meiner Meinung nach) auch nicht ohne. Zum einen sah unsere aktuelle Zukunftsplanung viele Reisen, Feiern und Abenteuer vor – das sind Dinge, die sich mit Kind nur bedingt verwirklichen lassen – und hinzu kam natürlich auch die Tatsache, dass die Beziehung sehr frisch war und wir die Zeit gerne noch zu zweit genossen hätten. Einige werden sich an der Stelle denken „hättet ihr halt besser aufpassen müssen“, aber ich versichere euch – solche Unfälle passieren, ganz egal wie gut man aufpasst, denn kein Verhütungsmittel ist zu 100% sicher (völlige Abstinenz mal ausgenommen) – wirklich wichtig ist nur, dass man von vorne herein klärt, was passiert wenn sich da jemand verselbstständigt.

An dieser Stelle muss ich ein unglaublich großes Lob und Dankeschön an meinen Freund aus“sprechen“, denn er wäre nicht der erste Mann, der in dieser Situation mal eben Zigaretten holen geht. Und ich bin mir auch sehr sicher, dass ihm diese Entscheidung nicht immer leicht gefallen ist. Versteht das nicht wieder falsch – ich hatte in keinem Moment den Eindruck, dass er sich aus dem Staub machen möchte und mit dem Gedanken spielt uns im Stich zu lassen, aber ich denke schon, dass es Augenblicke gab, in denen er sich gefragt hat, ob er der Aufgabe überhaupt gewachsen ist (diese Gedanken haben allerdings auch werdende Mütter, wie oben beschrieben – der Unterschied ist lediglich, dass Mann sich in der Situation immer leichter davon stiehlt aus Frau) und wie das alles werden soll.
Zu Beginn der Schwangerschaft hatten wir beide mehr Zweifel als Freude und trotzdem: wir haben es bis hier hin geschafft! Wir haben zusammen gehalten und beschlossen uns den Konsequenzen zu stellen und zwar, in dem Bewusstsein für immer miteinander verbunden zu sein. Nach gerade einmal fünf Monaten Beziehung (zu dem Zeitpunkt haben wir von Rebella erfahren) ist das eine Entscheidung mit enormer Tragweite, die andere nach jahrelanger Beziehung nicht treffen – ich finde, wir können den Hut vor einander ziehen!

Während all der Wochen hat er mich unterstützt, versucht mich so gut es geht zu entlasten, war bei Arzt- und Hebammenterminen dabei und hat mir immer das Gefühl der absoluten Sicherheit gegeben. Ich kann mich auf ihn verlassen und er ist da, wenn ich – wenn wir – ihn brauchen, selbst wenn er sich in dem Moment lieber mit sich / etwas anderem beschäftigen möchte.

Man sollte meinen, das sind Umstände, die eine Schwangerschaft eigentlich schön gestalten – ich hatte von Anfang an die Unterstützung meines Freundes und Schwangerschaftssymptome sind weitestgehend komplett ausgeblieben, was hätte also schief gehen sollen?
So einiges, sag ich euch.

In der achten Schwangerschaftswoche wurde mir mitgeteilt, dass ich ein Kind erwarte und weil ich als persönliche Assistenz gearbeitet habe, wurde ich erst einmal krank geschrieben – theoretisch hätte ich ja noch vier Wochen Zeit gehabt um mich gegen das Kind zu entscheiden -, in pflegerischen Berufen ist es nämlich Pflicht, dass eine schwangere Arbeitnehmerin entweder eine Stelle bekommt, die mit der Schwangerschaft vereinbar ist oder aber, wenn so eine Stelle nicht vorhanden ist, ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen wird.
Persönliche Assistenz ist in meinem Fall eins zu eins Betreuung, verbunden mit Tätigkeiten, die sich mit der Schwangerschaft nicht vereinbaren lassen und ohne Möglichkeit auf eine Versetzung. Statt einer netten Glückwünschkarte hatte ich also wenige Tage nach bekannt-werden meiner Schwangerschaft die schriftliche Kündigung im Briefkasten – dass diese Kündigung gesetzlich verboten ist, weiß ich, mein Arbeitgeber hat dennoch so lange darauf bestanden, bis ich mir einen Anwalt gesucht habe, der das Ganze für mich klärt. Für mich war diese Situation also sowohl psychische als auch finanzielle Belastung und wäre mir mein Anwalt in dieser Situation nicht so eine Stütze gewesen und quasi durchgehend für mich erreichbar, ich wüsste nicht, wie lange meine Nerven das ansonsten mitgemacht hätten.

Nachdem der psychische Stress / Druck nicht unbemerkt an mir vorbei gezogen ist, haben wir uns dazu entschieden die Schwangerschaft auch relativ zeitnah unseren Liebsten mitzuteilen – das war das nächste Drama. Ich weiß, dass die Leute es nur gut gemeint haben und sich ehrlich für uns gefreut haben, aber wenn man in einer psychischen Ausnahmesituation ist – die Situation selbst noch nicht überrissen hat und dann noch diese Art von Stress dazu kommt, würde man sich einfach wünschen mal gefragt zu werden wie es einem damit geht und nicht gleich mit Freudentränen und Glückwünschen überhäuft zu werden.
Diese Freuden-Bekundungen gepaart mit überstürzten Geschenken, haben mich in der Situation eher wütend gemacht, als dass ich mich darüber hätte freuen können, weil ich mir einfach von ganzem Herzen gewünscht hätte, dass mal gefragt wird, ob ich mich in der Situation wohl fühle, ob es mir damit gut geht und ob ich mich darüber freue.
Was hilft mir die Freude von Außenstehenden, wenn ich selbst die Situation noch gar nicht annehmen kann?
Am besten hat definitiv mein Papa reagiert – nachdem ich ihm (heulend wohl gemerkt) am Telefon (in solchen Momenten hasse ich diese enorme Entfernung) von meiner Schwangerschaft erzählt habe, hat er absolut ruhig und rational gefragt, ob ich das Kind denn behalten möchte oder nicht. Auf meine Aussage, dass ich das Kind definitiv nicht weg machen lassen möchte, kam dann ein klares „dann weiß ich nicht, wieso du jetzt weinst – die Sache ist klar und wir schaffen das“!
Die Tatsache allein, dass die erste Person, der ich – nach Rebellas Papa – davon erzählt habe, so ruhig und abgeklärt reagiert, hat mir so unglaublich gut getan und mich in meiner Entscheidung bestärkt!
Die meisten Reaktionen danach waren – leider – überschwängliche Glückwünsche und viel zu viele Freudentränen. Ich hätte mir wirklich gewünscht, dass mehr Leute so reagieren wie mein Papa, aber mein Papa ist nun mal auch einfach großartig!

Der Anfang der Schwangerschaft war also – aus mehreren Gründen – unglaublich holprig und doch, irgendwann habe ich mich mit dem Gedanken Mama zu werden angefreundet und die Freude auf Rebella wuchs von Tag zu Tag.
Aber auch hier bleiben die negativen Aspekte leider nicht aus . . .

Ich vertrete ganz klar den Standpunkt, dass ich nicht nur (werdende) Mama, sondern immer noch Frau bin – dass ich nicht auf alles verzichten möchte, was mir gut tut (und ich rede hier von Sachen, die mir gut tun – nicht von Alkohol, Zigaretten oder Drogen…diese Dinge waren weder vor der Schwangerschaft noch während dessen ein Thema für mich) und dass ich mich nach wie vor in meinem Körper wohl fühlen möchte.
Dass ich mich nicht zu 100% für mein Kind aufgeben möchte, verstehen leider viele nicht, sondern es wird von mir erwartet, dass ich „Elena“ aufgebe um „Mama“ zu sein.
Seit ich 17 bin lebe ich alleine ohne dass sich jemand in meine Essgewohnheiten einmischt, ohne dass sich jemand in meine Lebensweise einmischt und ohne, dass jemand der Meinung ist Ersatzmama für mich spielen zu müssen. Ich habe eine Mama, die immer für mich da ist und brauche keine zweite.
Und plötzlich mit bekannt werden der Schwangerschaft fühlt sich jeder zum Pre-Baby-Prediger erkoren und ist der Meinung, mir seine Ratschläge mit auf den Weg geben zu müssen und sich in mein Leben einmischen zu dürfen. Ich brauche niemanden, der mir vorschreibt was ich darf und was ich nicht darf – was ich kann und was ich nicht kann.
Ich habe es 24 Jahre lang geschafft zu überleben – eine Schwangerschaft ist etwas absolut natürliches (EINE NOTWENDIGKEIT, AUCH WENN IHR SCHWANGERSCHAFTSROMANTIKER DAS NICHT AKZEPTIEREN WOLLT) und ich / mein Körper bekommen das auch hin ohne unzählige Einmischungen von außerhalb.
Vermutlich denkt sich der ein oder andere an dieser Stelle wieder, ich würde das zu negativ sehen und solle mich doch über die Anteilnahme der anderen freuen – P U S T E K U C H E N ! Lasst ihr euch mal durchgehend rein reden und verunsichern, dann reden wir weiter!
„Du müsstest dein Kind jetzt aber schon spüren. Wenn du es nicht spürst, stimmt irgendwas nicht.“ – „Hast du schon deine Überweisung zur Feindiagnostik? Bei mir wurde die jetzt gemacht, wieso bekommst du denn keine?“ – bla bla bla bla Bullshit. Jede Schwangerschaft ist anders, jede Frau ist anders, jedes Kind ist anders und es ist nicht notwendig das Kind von Anfang an in irgendwelche Schubladen zu stecken!!! Dieser ständige Vergleich „mein Kind kann das schon und deins?“ beginnt sogar schon in der Schwangerschaft – was soll das denn bitte?
Ich sage es auch gerne noch einmal: Dinge können noch so gut gemeint sein, aber wenn die Person, die das betrifft, dadurch verunsichert wird und sich sorgen macht, dann kann der Grundgedanke noch so gut und nett sein – das Ergebnis bleibt scheiße! Netter kann ich das auch einfach nicht ausdrücken.
Jetzt – zum Schluss hin – erreicht das Spiel noch ein ganz neues Level, denn jetzt muss man die werdenden Eltern nämlich durchgehend mit den Fragen löchern „geht´s schon los?“ „ist sie schon da?“ „tut sich schon was?“ . . . nein nein und nochmals nein und selbst wenn der Kopf schon raus guckt, bis die Kleine dann da ist, wird die Antwort immer NEIN sein – ganz egal wer die Frage stellt.
Wir haben uns – bewusst – dazu entschieden NIEMANDEM Bescheid zu geben, dass es los geht. Man kann nämlich nie sagen wie lange die Geburt dann tatsächlich dauert und ich finde es einfach unnötig dann noch während dem gesamten Geburtsvorgang mit Fragen gelöchert zu werden wie weit es denn schon ist.
Es geht – außer mir, Rebella, ihrem Papa und meinen Hebammen – niemanden etwas an wie weit der Muttermund geöffnet ist. Es wird Bescheid gegeben, wenn Rebella angekommen ist. Das muss reichen. Und wer das nicht akzeptiert, wird ignoriert.
Ich sitze selbst auf heißen Kohlen, weil ich kein Gefühl dafür habe wie weit sie denn schon ist und weil ich dank des Gen-Defekts, der auch mein Schmerzempfinden untergräbt, von Kindsbewegungen bis Senkwehen überhaupt nichts spüre, da kann ich es zusätzlich nicht auch noch brauchen, dass mir irgendjemand mit Fragen auf die Nerven geht, auf die ich beim besten Willen keine Antwort habe.

Aber Stopp! Ich möchte jetzt auch ein paar schöne Dinge erzählen – sonst wird mir dieser Post wieder zu negativ ausgelegt:

Man hat eine bestimmte Vorstellung davon wie es ist schwanger zu sein und Mutter zu werden – die Realität sieht dann aber ganz anders aus.
Für mich war es ein harter Weg bis ich meine neue Rolle akzeptieren konnte, aber je mehr ich mich damit identifiziert habe, desto schöner werden manche Momente!

Hier also meine Schwangerschafts-Highlights:

Der Moment, in dem man das kleine Herzchen zum ersten Mal auf dem Ultraschallgerät schlagen sieht und das kleine Gummibärchen darum herum, dass fröhlich tanzt und den ganzen Platz nutzt, den es zu dem Zeitpunkt noch hat!

Das erste Mal den Herzschlag des Kleinen hören – auch wenn es am Anfang immer wieder unterbrochen wurde, weil Madam einfach weggeschwommen ist!

Die Untersuchung, bei der einem dann – nachdem die Neugier schon ihr absolutes Maximum erreicht hat – endlich gesagt werden konnte, ob man denn nun ein kleines Mädchen oder einen kleinen Jungen bekommt!

Als ich heraus gefunden habe, dass ich dank Gendefekt im Bauch keine Kindsbewegungen spüre, sie dafür aber über die Bauchdecke mit der Hand spüren kann und die Tritte und Schläge, die nach und nach immer fester und fester wurden! (Mittlerweile habe ich das Gefühl, sie will durch die Bauchdecke raus – so fest tritt sie zu!)
Vor allem auch das erste Mal, als ihr Papa sie treten gespürt hat und sein Lächeln – jedes mal, wenn sie wieder richtig fest tritt oder ganze Wellenbewegungen macht.

Die ersten Klamotten, die man selbst für sein Kind aussuchen darf! Und vor allem die erste Sache, die ihr Papa für sie ausgesucht und gekauft hat (Rebella bekommt das mit Abstand coolste erste Kuscheltier, das sie sich nur vorstellen kann!)

Das Einrichten des Kinderzimmers!!!

Einen Kinderwagen mit Punkten kaufen, weil Mädchen nun mal Punkte lieben und Rebella von vorne herein richtig gebettet sein soll!

Einen Namen aussuchen – das ist ein Punkt, der für mich wirklich unglaublich wichtig war und ich bin meinem Freund unendlich dankbar dafür, dass sie einen Namen bekommt, der sie sowohl mit meinem Papa als auch mit meiner Mama verbindet! Meine Eltern sind so weit weg und auf diesem Weg wird sie dennoch mit den beiden richtig verwurzelt!

Die Freude meines Bruders darüber, dass er der Patenonkel für Rebella werden soll und somit eine wichtige Aufgabe in ihrem Leben übernehmen darf!

Es gab sehr sehr sehr viele wunderschöne Momente während meiner Schwangerschaft und diese Momente sind – genau so wie die negativen – Teil von mir, von uns. Ich weiß, dass ich für andere oftmals nur die Dinge gezeigt habe, die mich stören und die ich nicht gut finde – das ist aus meiner Sicht ein feministischer Schlag gegen die Schwangerschafts-Romantik und die Vorstellung, dass Frau sich für ihr Kind absolut aufgeben muss. Das bedeutet aber nicht, dass es nicht auch schöne Seiten gibt – ich denke, eine Schwangerschaft, bestehend aus all den Höhen und Tiefen, lohnt sich, weil man nach vierzig Wochen das eigene Kind in den Armen hält!
Ich bin unglaublich glücklich darüber mich für diesen neuen Lebensabschnitt entschieden zu haben – ich bin aber auch glücklich darüber die negativen Momente festgehalten zu haben und damit vielleicht der ein oder anderen werdenden Mama, die gerade ein Tief durchlebt, zu helfen, weil sie eben nicht allein ist, weil es nicht unnormal ist und weil es ihr Recht ist, sich und die Schwangerschaft auch einfach mal scheiße zu finden.

Wir kugeln durch die 38te Schwangerschaftswoche und warten ganz gespannt auf unsere kleine Piratentochter – ich hoffe einfach, dass sich die Frage, ob sich schon was tut, verkniffen wird und dass sich auch danach an unsere Spielregeln gehalten wird. Ich möchte das Mama-sein genießen und nicht von allen Seiten verunsichert werden. Bitte redet mir nicht rein – bitte akzeptiert, dass ich viele Dinge mit mir selbst ausmache und keine Einmischung von außen möchte und seid da, wenn ich um Hilfe bitte / nach Rat frage.
Damit schließe ich diesen letzten Beitrag – das letzte Schwangerschaftsupdate. Mal sehen, wie lange der Geburtsbericht noch auf sich warten lässt . . .

4 comments on “Schwangerschaftsupdate X – Rückblick.

  1. Hey erstmal von einer sonst immer ganz stillen Mitleserin! 🙂
    Ich wollte nur schnell loswerden, dass ich deine Blogs sehr sehr gerne lese. Ich find es total erfrischend, wie ehrlich du über deine Situation sprichst (vor allem, wenn man bedenkt, gegen was für eine Wand aus gesellschaftlicher Norm du ankommen musst in punkto „Schwangerschaft ist das Tollste, was es gibt“); danke dafür!

    Und ich würde gerne kurz anreißen, dass ich es überhaupt nicht schlimm finde, dass du und dein Freund euch erst so „kurz“ kennt bzw. so „kurz“ zusammen seid. Meine Eltern waren drei Monate zusammen und ich war der Inbegriff eines Unfalls und trotzdem haben die beiden das ganz toll gemeistert, sind immer noch zusammen und haben mittlerweile (neben mir) noch zwei weitere Kinder. 🙂 Es hat also nichts damit zu tun, wie lange man zusammen ist, wenn es um den Zusammenhalt in so einer schwierigen Situation geht – auch wenn ich verstehen kann, dass manche vielleicht zweifelnd reagieren, wenn so ein „Unfall“ so schnell nach Beziehungsanfang passiert. Auf jeden Fall finde ich, dass dein Freund ganz toll reagiert hat und es tut gut zu lesen, dass eben nicht jeder Mann in so einer Situation „mal eben Zigaretten holen geht“. :3

    Euch auf jeden Fall viel Glück und ich drück vor allem dir die Daumen, dass die Geburt unkompliziert und möglichst erträglich verläuft (ich war noch nie schwanger und kann mir kaum vorstellen, wie nervös man vor sowas ist :x). ♥

    • Hallo Laura,

      herzlichen Dank für dein nettes Feedback! Ich finde es immer wieder toll so nette Worte lesen zu dürfen!
      Mehr noch freut mich, dass ich mit meinen Texten auch andere erreiche und zumindest ein bisschen etwas
      an der Sicht der Menschen verändern kann!
      Es ist leider wirklich so, dass es diese Schwangerschafts-Romantik vielen Frauen unmöglich macht ehrlich
      über ihre Gefühle und Ängste zu sprechen und das, obwohl es das normalste der Welt ist und es wesentlich
      besser wäre, wenn man das offen aussprechen dürfte ohne dafür verurteilt zu werden!

      Wir kennen uns ja zum Glück schon ein bisschen länger, aber die Schwangerschaft kam definitiv sehr sehr
      knapp nach Beziehungsbeginn! Ich bin da aber ganz deiner Meinung – die Dauer einer Beziehung sagt rein
      gar nichts darüber aus, ob man dann als Eltern-Paar zusammen hält oder nicht.
      Es gibt Paare, die sich nach 10 Jahren entscheiden Eltern werden zu wollen und dann an der Schwangerschaft/
      dem neuen Lebensabschnitt zerbrechen und genau so gibt es Menschen wie deine Eltern, die eben in dieser
      Situation erst recht zusammen wachsen und vor allem zusammen halten und zueinander stehen!
      Ich finde es sehr sehr toll, dass deine Eltern die Situation so wunderbar gemeistert haben und offensichtlich
      bist du „kleiner Unfall“ sehr sehr gut geglückt : D
      (Ich kenn das, ich bin auch so ein kleiner Unfall :´D)

      Danke für deine Glück-/Wünsche – ich hoffe auch, dass die Geburt ganz fix geht!
      Für mich ist einfach gemein, dass ich prinzipiell gerne alles auf die Minute genau plane – und da kann ich planen
      was ich will xD Rebella setzt da ihren Kopf durch :´D

      Alles Liebe,
      Elena ♥

  2. Hallo Elena!

    Ich muss mich meiner Vorrednerin anschließen – deine Art zu schreiben ist so unverblümt und total erfrischend. Du bringst deine Schwangerschaft wirklich authentisch rüber und das ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen oder alles schön zu reden. Ich war zwar noch nicht schwanger, aber ich kann mir gut vorstellen, dass eine Schwangerschaft mehr oder weniger das ‚übel‘ ist, welches man halt überstehen muss, bis das Kind endlich da ist. 😀

    Aber kurz und knapp hoffe ich dass du noch ein paar ruhige Tage/Wochen (wer weiß wie lang die Kleine auf sich warten lässt) hast und bin schon gespannt auf den Geburtsbericht, weil ich deinen Schreib- & erzählstil einfach wahnsinnig klasse finde!

    Liebe Grüße,
    Mie 🙂

    • Hallo Mie,

      danke für dein tolles Feedback!
      Es freut mich sehr, dass dir mein Schreibstil gefällt und du meine Beiträge gerne liest 🙂
      Leider ist es wirklich so, dass viele die Situation „schwanger sein“ schöner beschreiben,
      als sie wirklich ist und man sich mit seinen negativen Gedanken oftmals allein gelassen
      fühlt.
      Aber jetzt habe ich es ja wirklich bald geschafft : D

      Mal sehen, wie lange der Geburtsbericht noch auf sich warten lässt :´D

      Liebe Grüße,
      Elena

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